EditorialNeue Zeit

Wer bleiben will, muss sich immer wieder neu ausrichten.

Ein Zeitungs-Fan war ich immer. Wenn wir einst in Urlaub fuhren, habe ich stets etwas Gedrucktes mit nach Hause gebracht und wie einen Schatz gehütet. Später wurde ich natürlich pragmatischer. Ich habe gelernt, welches Blatt zu welchem Konzern gehört und warum es deshalb so und nicht anders aufgestellt ist. Meine Liebe für diesen faszinierenden Beruf hat das wenig geschmälert. Vieles, was ich über das Leben weiß, habe ich durch den Journalismus gelernt.

Genau deshalb stimmt mich die Nachricht von der Einstellung der Aachener Nachrichten traurig. Der neue belgische Eigentümer mag das noch so beschönigen: Letztlich bedeutet es das Aus für Deutschlands erste Nachkriegszeitung. Und zugleich zeigt sich hier beispielhaft, wie sich ein Berufszweig, eine ganze Branche in der Krise befindet und sich neu erfinden muss, wenn es eine Zukunft geben soll.

Betrifft das – cum grano salis – derzeit irgendwie nicht alle? Auch uns Christen? „Wir richten uns auf eine neue Zeit aus“, sagt Jochen Cornelius-Bundschuh im Interview zur Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen. Glauben wir, dass die Liebe Christi auch diese neue Zeit prägen kann?

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