EditorialSommerhits

Es sind die nachdenklichen, auch dunkleren Töne, die zum Sommer 2022 passen.

Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Diesen Schlager aus den 1970er Jahren wird heute, da sich Hitzewelle an Hitzewelle reiht, kaum einer mehr trällern. Und auch das fröhliche „Egal, ob man schwitzt oder friert, Sommer ist, was in deinem Kopf passiert“ der Wise Guys will einem nicht so recht über die Lippen kommen. Manche Sommerhits wirken aus der Zeit gefallen angesichts des immer deutlicher spürbaren Klimawandels sowie der Verwerfungen durch Krieg, Corona-Wellen und Kirchenkrise.

Es sind eher die nachdenklichen, tatsächlich auch dunkleren Töne, die zum Sommer 2022 passen. Töne, wie sie Nick Cave in seinen Psalmen anstimmt. Wir stellen das neue, existenzialistische Album des Künstlers vor. Der Sänger mag stellvertretend stehen für all jene, die auch heute noch etwas von Gott, Glaube und Kirche erwarten. Es gibt sie, vielleicht häufiger, als wir manchmal meinen. Und das gilt es eben auch wahrzunehmen, neben allem Schweren dieser Tage. Anselm Grün hat es kürzlich so formuliert: „Die Geschichte Jesu kann auch heute noch ihre heilende und befreiende Wirkung entfalten.“ Das stimmt. Und das hält sowieso länger vor als jeder Sommerhit.

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