Ukraine-KriegZurück ins Mörder-Land

„Wie muss es sein, als Jude ausgerechnet nach Deutschland zu fliehen?“

Zu den Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland kommen, zählen auch Dutzende Holocaust-Überlebende. „Wie muss es sein, als Jude ausgerechnet nach Deutschland zu fliehen?“, fragt der Journalist Alan Posener in der Welt. „In das Land, aus dem damals die Mörder kamen? Zu fliehen vor russischen Truppen, die damals als Befreier begrüßt wurden? Man kann sich das beim besten Willen nicht vorstellen.“

Vor dem russischen Angriff lebten etwa 10.000 Holocaust-Überlebende in der Ukraine. Viele von ihnen können nur unter medizinischer Betreuung evakuiert werden. Doch „Krankenwagen sind Mangelware, von Ärzten ganz zu schweigen. Ist endlich ein Krankentransport aufgetrieben, haben die Menschen oft weniger als 24 Stunden, um sich von ihrer alten Welt zu verabschieden.“ Einige Überlebende hatten sich im Zweiten Weltkrieg der Armee angeschlossen, um für ein Ende der Diktatur zu kämpfen. „Sie empfanden sich nicht als Opfer. Sie waren Sieger … Und nun müssen sie aus der Heimat fliehen, die sie verteidigt haben.“

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