Miteinander reden – gilt auch für den Papst

„Ehrbare Kritiker“ verdienen eine überzeugende Antwort. Mit diesen Worten hat sich Kardinal Gerhard Ludwig Müller für eine Antwort des Papstes an seine konservativen Kritiker ausgesprochen. Die Kirche sei in ihren entscheidenden Glaubenssätzen immer von der offenen Debatte geprägt gewesen. Dies müsse auch bei der Einordnung des päpstlichen Schreibens „Amoris laetitia“ der Fall sein, das konservative Kirchenvertreter als unerlaubte Abweichung von der kirchlichen Ehelehre deuten. Franziskus I. gibt in dem nachsynodalen Schreiben Priestern die Möglichkeit, wiederverheiratete Geschiedene unter bestimmten Voraussetzungen wieder zur Kommunion zuzulassen. Müller schlug vor, der Papst solle mit seinen Kritikern eine „theologische Disputation“ führen.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zeigte sich inzwischen bereit zu Gesprächen. Es sei „wichtig, auch innerhalb der Kirche einen Dialog zu führen“, sagte er. „Über diese Sachen muss man argumentieren, man muss versuchen, sich zu verstehen.“

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