Sich im Leben von Ostern bestimmen lassen„Springt Ostern nichts an Finsternis ab?“

Ob der Tod tot ist, wie es die Osterlieder als Kern des christlichen Glaubens besingen, weckt Hoffnung und stößt zugleich auf tiefe Skepsis, bereitet auch Verlegenheit. Denn der Tod ist allgegenwärtig und es ist nicht zu sehen, dass er tot ist. Wenn die Auferstehungshoffnung das christliche Leben durchdringen soll, muss die Wirklichkeit des erlebbaren Todes ernst genommen werden. Wie geht das zusammen?

Fazit

Ostern zu leben – das lebt aus dem Wahrnehmen der Osterbotschaft, die die tiefste Tiefe menschlicher Existenz auslotet, und aus dem Risiko, sich dem Unaussprechlichen von Gottes Tun an Jesus von Nazaret hinzuhalten. Ostern will lebendig bleiben – in dankbarer und feiernder Erinnerung an Jesu Weg wie auch im betenden Zusammenhalten dessen, was an Abgründen in uns Menschen ist und zugleich an Möglichkeiten von Gott gegeben ist. Erst wo durch den Osterglauben der Tod seinen letzten Schrecken verliert, entsteht die Freiheit zu lieben.

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