Church of EnglandKönig Charles III. neues Oberhaupt der anglikanischen Kirche

Westminster Abbey
© Pixabay

Nach dem Tod der britischen Königin Elizabeth II. ist ihr Sohn und Nachfolger auf dem Thron, König Charles III., das neue Oberhaupt der „Church of England“. Er wird „Defender of the Faith“ sein. Diesen Titel tragen die englischen Königinnen und Könige seit 1521. In einer seiner ersten Ansprachen betonte der König, sein Glaube sei tief in der anglikanischen Kirche verwurzelt. Die besondere Beziehung und Verantwortung des Souveräns gegenüber der „Church of England“ blieben bestehen. In einer ersten Audienz für führende Vertreter der Kirchen und Religionen des Landes versprach der König allen Religionen, Konfessionen und weiteren Überzeugungen in Großbritannien seinen persönlichen Schutz. Bei seiner Krönung werde er einen Eid auf die „Church of England“ leisten.

In früheren Zeiten war es zu Diskussionen darüber gekommen, ob Charles den Titel als „Verteidiger des Glaubens“ womöglich ändern und weiten würde. Er verstehe sich als „Verteidiger aller Religionen im Königreich“, so der damalige Prince of Wales 1994. Er zeigt eine große Offenheit und Sympathie anderen Religionen gegenüber, unter anderem fasziniert ihn der Islam. Er sehe Großbritannien als eine „Gemeinschaft von (Glaubens-)Gemeinschaften“ und sehe es als seine „Pflicht, die Vielfalt unseres Landes zu schützen, auch indem wir den Raum und die Praxis des Glaubens aller Religionen, Kulturen, Traditionen und Überzeugungen schützen, zu denen uns unsere Herzen und Gedanken als Individuen führen“.

Zahlreiche Religionsvertreter würdigten unterdessen die verstorbene Elizabeth. Erzbischof Justin Welby von Canterbury, Primas der anglikanischen Weltgemeinschaft, bezeichnete sie als „treue Christin“. Sie habe „jeden Tag ihres Lebens ihren Glauben gelebt“. Papst Franziskus verwies auf „ihr Beispiel von Pflichterfüllung, unerschütterlichem Zeugnis des Glaubens an Jesus Christus und ihre feste Hoffnung auf seine Verheißung“. Mit dem Tod der Queen gehe „eine lebensfrohe Persönlichkeit, sichtbare Monarchin und ein einfühlsames Staatsoberhaupt“, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing. Ihre Besuche im Vatikan seien unvergessen, ebenso die guten Kontakte zur katholischen Kirche.

Dana Kim Hansen-Strosche

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