1/2015Von früh bis spät

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Von Zeit zu Zeit stöbere ich in diversen Foren für Erzieher/-innen, um einen (ausschnitthaften) Einblick in Ihre alltäglich auftretenden Fragen, Sorgen und Nöte zu erhalten. Zum Thema „Tagesablauf“ habe ich auch gestöbert und dabei die Bitte um Rat und um Ideen von einer Absolventin der Erzieher/-innen-Ausbildung zu folgender Prüfungsaufgabe entdeckt:

Kindgemäße Rituale und sinnvolle Strukturen erleichtern Kindern die Eingewöhnung in der Kinderkrippe. Diese Rituale und Strukturen müssen (neben ihrer ständigen Überprüfung durch die Erzieher) den Kindern immer wieder transparent und anschaulich gemacht werden. Zeigen Sie in der Prüfung auf, wie Sie unter diesen Gesichtspunkten den Tagesablauf in Ihrer Gruppe gestalten.

Eine Erzieherin hat ihr Folgendes darauf geantwortet:

Manche Rituale erarbeiten sich die Kinder selbst, manche werden vorgegeben. Viele unserer Kinder schubsen ihre Eltern zur Verabschiedung mit Anlauf raus. Andere möchten nach der Verabschiedung gleich ein bestimmtes Material haben. (…) Ein weiterer wichtiger Aspekt in deiner Aufgabe ist die Frage, wie ihr vorgegebene Rituale den Kindern anschaulich macht, wie transparent sind die Rituale.
Gibt es bei euch z. B. akustische Signale wie z. B. ein Lied oder die Triangel, die zu Aktionen einlädt (z. B. aufräumen, Morgenkreis, Geschichte vor dem Schlafen oder ...)? Woher wissen die Kinder, was nun passiert, wie helft ihr ihnen, im Tagesablauf Übergänge zu gestalten? (…)

Diese Antwort finde ich gut, denn sie bringt genau das auf den Punkt, was bei der Gestaltung von Tagesabläufen wichtig ist: Individualität, Flexibilität und transparente Rituale. Jede Kita ist anders - und genau diese Vielfalt sollte sich in möglichen Tagesabläufen widerspiegeln. Wichtig ist, dass Sie mit Ihren Kolleg/-innen und den Kindern den optimalen Tagesablauf für sich finden und diesen immer wieder hinterfragen und aufs Neue entdecken. Die Ihnen vorliegende Ausgabe soll Sie dabei unterstützen.

Mit einem herzlichen Gruß
Monika Janzer

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