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3/2012Jungen und Mädchen

Inhalt

Gestern habe ich meinen Nachbarn (5 Jahre) gefragt, ob er ein Junge oder ein Mädchen sei. Natürlich antwortete er mir darauf, dass er ein Junge ist. Als ich ihn weiterfragte, woher er das wisse, meinte er: „Weiß ich nicht“. Als ich weiter nachbohrte und ihn fragte, was ihn von unserer Nachbarin (auch 5 Jahre) unterscheide, erklärte er mir, dass sie keine Luftballons aufblasen könne, deshalb sei sie ein Mädchen und er ein Junge. Wie andere Kinder hat mein kleiner Nachbar bereits eine Vorstellung von seiner geschlechtlichen Identität und eine klare, manchmal auch starre Vorstellung davon, was Jungen und Mädchen unterscheidet.

Die Aufgabe der Kita ist es, solche Vorstellungen durch eine geschlechterbewusste Pädagogik zu erweitern: Mädchen und Jungen in der Entwicklung ihrer geschlechtlichen Identität zu unterstützen, ihnen vielfältige Rollenvorbilder an die Hand zu geben und ihnen gleiche (Bildungs-)Chancen zu bieten. Dieser pädagogische Ansatz ist mehr oder weniger in allen Bildungsplänen für Kindertageseinrichtungen verortet, im Kita-Alltag jedoch noch kaum verankert. Häufig bleiben dabei, in den vorwiegend „weiblich“ dominierten Einrichtungen, die Jungen auf der Strecke.

Mit dieser Ausgabe möchte ich Sie ermutigen, mit Ihrem Team die „Genderbrille“ aufzusetzen, um für sich und für die Jungen und Mädchen neue Handlungsspielräume zu erschließen!

Mit einem herzlichen Gruß
Monika Janzer

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