Ihre PostLeserbriefe

Seelenlos

Zum Kommentar „Eine Webseite verliert ihre Seele“ (CIG Nr. 50, S. 2)

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns. Die Sprache hat den Menschen menschlicher gemacht, ihm einen Weg gegeben, um mit anderen Seelen zu kommunizieren. Wenn die Gesprächspartner nicht mehr Menschen sind, können Seelen nicht in Kontakt treten. Wenn die Künstliche Intelligenz den Gesprächspartner darstellt, spreche ich in ein Handy, aus dem ich Antworten erhalte, die bedeutungslos sind. Durch KI wird die Menschheit mit Sinnlosigkeit bedroht.

Klaus Niermann, Neu-Anspach

Zwiespältig

Zum Zeitgang „Ein Grund zum Feiern?“ (CIG Nr. 50, S. 3)

Scharfsinnig-kritisch und überzeugend legt Burkhard Hose in Kooperation mit seiner Hochschulgemeinde in Würzburg die Bedeutung sowie die Schwächen der Allgemeinen Erklärung der Menschrechte dar. Besonders desillusionierend finde ich – von der Rolle der Kirche abgesehen –, dass die Erklärung der Menschenrechte die Rechte von Asylsuchenden nur in zwiespältiger Weise schützt. Für Menschen, die ihre Heimat verloren haben, gibt es in der EU praktisch nur illegale Grenzübergänge, die oftmals zu Gefängnisstrafen führen. Hose strebt deshalb eine Fortschreibung der Allgemeinen Menschenrechte an, was mir als unbedingt notwendig erscheint.

Dr. Klaus Beurle, Würzburg

Gott-Mensch?

Zur Adventsmeditation „Wahrer Mensch“ (CIG Nr. 49, S. 17)

Von der gewohnten Vorstellung Jesu als dem Gott-Menschen müssen wir uns allmählich verabschieden. Wir dürfen uns ihn also gern als unvergleichlichen Menschen vorstellen, als geheimnisvollen und wunderbaren Heilbringer, als vielfältigen Brückenbauer zwischen den Menschen, aber der Titel „Gott-Mensch“ ist doch zu hoch gegriffen: Auch Jesus steht Gott gegenüber, er ruft ihn an und bittet ihn um Beistand.

Ich bin Annette Jantzen ausgesprochen dankbar dafür, dass sie den Mut hatte, das so klar auszusprechen. Jesus wird dadurch nicht kleiner, sondern wir dürfen ihn endlich sehen, wie er sich selbst gesehen hat.

Dr. Otto Betz, Passau

Weitergeben

Zur Beilage „Religiöses Kinderbuch“ (CIG Nr. 49, S. 5ff.)

Als Grundschullehrerin und Schulseelsorgerin helfen mir Ihre Hinweise zum religiösen Kinderbuch sehr. Ich gebe sie gern an die Eltern an unserer Schule weiter.

Stefani Methler, Hamburg

Zwar bin ich zurzeit nicht dafür zuständig, Kinderbücher auszuwählen, aber den Artikel „Ich bin da für dich“ habe ich trotzdem mit großem Interesse und beruhigender Bestätigung gelesen. Diese Zusage in der Überschrift ist ja nun wirklich für jeden Menschen von Zeit zu Zeit notwendig. Die Lektüre hat mich sehr berührt, mich an vieles aus den oft sehr schwierigen Kindertagen erinnert. Der Glaube an meinen Schutzengel, den mir meine Mutter vermittelt hat, hat mich wirklich oft getragen und getröstet. Der Mensch, der damals für mich zum Engel geworden ist, war die Leiterin des Kindergartens: „Ich sehe mit Wohlwollen und Freundlichkeit auf dich.“ Das ist meine Erinnerung an ihre Art!

Gabriele Brentrup, Langenberg

Sündig

Zur Diskussion über die Erbsünde (z.B. CIG Nr. 50, S. 8)

An die Erbsünde glaube ich nicht. Es gibt sie. Eine drogensüchtige Nachbarin im sozialen Brennpunkt erwartete ein Kind. Es kam drogensüchtig zur Welt, musste umgehend ins Methadon-Programm. Gewiss ein krasses Beispiel. Viel weniger offensichtlich gilt dies für jedes Menschenleben. Wir wurden in unentwirrbar mit unserer Existenz verbundene Schuldzusammenhänge hinein empfangen. Zum Glück ist dies nicht die ganze Wahrheit über unser Menschenleben, doch ein nicht zu leugnender Aspekt.

Georg Lauscher, Aachen

Festtage

Zur Wochenliturgie (CIG Nr. 49, S. 8)

In der Leseordnung ist der 6. Dezember, der Festtag des hl. Nikolaus, eines wohltätigen und liebevollen Heiligen, nicht mehr erwähnt. Aber der 8. Dezember, Mariä Empfängnis, ein Fest von überspannten Theologen und überholten Vorstellungen, hervorgehoben. Ist das von Ihnen beabsichtigt?

Alex Peltzer, Goldenstedt


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