Ihre PostLeserbriefe

Zynisch?

Zum Jahrestag des Angriffs auf die Ukraine (u.a. CIG Nr. 9, S. 5 und Nr. 10, S. 4)

Die „kreative und aktive Friedenspolitik“, die Franz Alt in seinem Artikel fordert, ist nicht neu. Sie funktioniert leider nicht. Wir haben es mit dem em- pathielosen Gewaltherrscher Putin zu tun. Sein wahres Gesicht hat er schon im Tschetschenien-Krieg gezeigt. Es taugen weder Michail Gorbatschow, Nelson Mandela noch Mahatma Ghandi als Beispiel für eine friedliche Beilegung von Konflikten und Kriegen. Putin gehört nicht in diese Reihe. Er wird erst zu Waffenstillstandsverhandlungen bereit sein, wenn er erkennt, dass er auf dem Schlachtfeld nicht gewinnen kann.

Ludger Roth, Bayreuth

Der Preis, den Russland in diesem Krieg zu zahlen hat, ist hoch. Zehntausende russische Männer haben bereits ihr Leben verloren. Wie die russische Zivilgesellschaft diesen Verlust auffangen kann, ist ungewiss. Wenn die russisch-orthodoxe Kirche den Aufruf Jesu zur Umkehr ernst nimmt, dann sagt sie der russischen Führung jetzt: Hört auf mit dem Morden und bereut, was ihr getan habt! Die Geschichte kennt viele Beispiele von Menschen, die den Schritt der Umkehr gegangen sind.

Harald Fabian, Bonn

Im CIG wird eine pazifistische Parole zitiert: „Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.“ Der Spruch ist für mich als Kriegskind nicht nur naiv, sondern zynisch. Im 2. Weltkrieg sind wir, die Kinder, nicht hingegangen. Der Krieg kam in Form von Bomben und Phosphor zu uns.

Elisabeth Böhm, Fremdingen

Warum fallen wir als Menschen des 21. Jahrhunderts, die wir uns so viel auf unsere Größe und unseren Fortschritt einbilden, dann, wenn’s drauf ankommt, immer wieder in steinzeitliche Muster zurück? Bei Gewalt fällt uns nichts als Gegengewalt ein?

Friedemann Neef (auf cig.de)

Grundsätzlich bedarf es zur Sicherung des Friedens häufig einer Gewaltandrohung. Im Inneren unserer Gesellschaft akzeptieren wir das Gewaltmonopol des Staates ganz selbstverständlich: Schließlich ermöglicht es uns überhaupt erst das friedliche und regelbasierte Miteinander. Auf internationaler Ebene soll aber ein Pazifismus herrschen, der letztlich zum Recht des Stärkeren und Skrupelloseren führt?

Christof Kordes, Uelzen

Auf der Friedensdemo in Berlin war ich nicht; habe aber nach langem Ringen das Manifest von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer unterschrieben. Als überzeugte Christin konnte ich hier meine Stimme gegen Waffenlieferungen erheben.

Benedikta Klinkhammer, Dahlem

Statt mit noch mehr Waffen Öl ins kriegerische Feuer zu schütten, ist es besser, mit allen Mitteln ohne Vorbedingungen Frieden über Verhandlungen zu suchen. Bemüht euch immer wieder um Versöhnung, so sagt es Jesus seinen Gefolgsleuten! Warum feiern wir Christen ihn als Erlöser, suchen aber keine Lösungswege bei ihm?

Simon Kirschner, Gaimersheim

Kunstfrage

Zum Beitrag „Toxische Kunst“ (CIG Nr. 9, S. 2)

Wir begeben uns auf ein sehr glattes Parkett, wenn wir künstlerische Arbeit von ethischen Maßstäben des Künstlers abhängig machen. Die Kunstgeschichte kennt viele Biografien, in denen Künstler schwerste Verbrechen begangen haben. Natürlich muss man in den biografischen Eintragungen diese Dinge richtig benennen. Sie aber zukünftig mit einem Publikationsverbot zu bestrafen, halte ich für völlig falsch.

Dr. Johannes von Geymüller, Essen

Das Ergebnis einer kurzen Recherche: Im katholischen Gotteslob für Bayern ist das Lied Laudato Si nicht enthalten, im evangelischen Gesangbuch für Bayern wird als Textquelle auf Franz von Assisis Sonnengesang verwiesen. Wo also ist das Problem? Lesen Sie das Lied – es ist ein freudiger Lobpreis Gottes!

Peter Schröder, München

Ungetauft

Zum Leitartikel „Vertrauensprüfung“ (CIG Nr. 9, S. 1)

In dem Artikel lese ich, dass wir wie Jesus in der Taufe als Gottes geliebte Söhne und Töchter angenommen sind. Da stellt sich mir die Frage: Was ist denn mit meinen ungetauften Enkelkindern? Meine Antwort: Auch sie sind Gottes bedingungslos geliebte Menschen.

Ursula Kuchenbecker, Köln

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