DienstpflichtGute Samariter

Es gibt gute Argumente für und gegen einen Pflichtdienst für junge Menschen – die Kirche würde davon profitieren.

Sollen junge Menschen verpflichtet werden, nach der Schulzeit erst einmal Erfahrungen im sozialen Bereich zu sammeln, bevor das echte Erwachsenenleben beginnt? Der Vorschlag des Bundespräsidenten wird auch in der Kirche heftig diskutiert. Die einen sehen darin eine gute Gelegenheit, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken und der jungen Generation Werte fürs Leben zu vermitteln. Für die anderen ist der Pflichtdienst nur ein Versuch, Versäumnisse in der Sozialpolitik auf die Jungen abzuwälzen.

Auf eines können sich aber wohl beide Seiten einigen: Sollte der Pflichtdienst wirklich kommen, würde der „soziale Arm“ der Kirche auf einen Schlag ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Jugendliche würden auf der Suche nach interessanten Plätzen für ihren Dienst über die Bahnhofsmission stolpern, über Kindergärten und Behindertenwerkstätten mit kirchlichen Trägern und erkennen, wie oft soziale Arbeit einen christlichen Hintergrund hat. Das wäre auch dringend notwendig: Eine Sinus-Jugendstudie hat kürzlich gezeigt, dass viele junge Menschen überhaupt nicht wissen, dass die Kirche – immerhin Deutschlands zweitgrößter Arbeitgeber – überhaupt Angestellte hat.

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