Lautes SchweigenKatholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2021: Fällt aus!

Das Buch „Papierklavier“ sei ein Manifest dafür, „sich wohlzufühlen in der eigenen Haut, wenn es nicht der Norm entspricht“, schrieb eine Rezensentin. Den Kinder- und Jugendbuchpreis der Bischofskonferenz erhält es nicht.

Dieses Jahr verleiht die Bischofskonferenz keinen Kinder- und Jugendbuchpreis. Dabei hatte die hochkarätige Jury aus katholischen Religionspädagogen und Medienexpertinnen unter der Leitung des Trierer Weihbischofs Robert Brahm ein Werk vorgeschlagen: Die Wahl fiel auf den Roman „Papierklavier“ der Österreicherin Elisabeth Steinkellner. Doch die Bischöfe, die das Votum der Jury gewöhnlich abnicken, lehnten dieses Mal ab. Laut Statut ist das ihr gutes Recht, auch gab es das vor ein paar Jahren schon mal.

Die Kritik kam prompt: Man hätte Steinkellners Buch abgelehnt, weil darin eine Transgender-Person eine positive Rolle spielt. Bestätigt hat ein Sprecher das nicht. Vielleicht kam das Buch auch deshalb nicht durch, weil es allgemein recht offen mit der Sexualität und Nacktheit Jugendlicher umgeht. „Papierklavier“ sei ein Manifest dafür, „sich wohlzufühlen in der eigenen Haut, wenn es nicht der Norm entspricht“, schrieb eine Rezensentin. Auch eine Aussage, wenn die Bischöfe beim Buchpreis dieses Jahr lieber eine Leerstelle klaffen lassen. Jonas Mieves

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