Corona-DemonstrationenWorms, damals und heute

Als einer der Demonstranten fragt, was Jesus zur aktuellen Situation sagen würde, antwortet der Polizist prompt: „Der würde sagen: Betet so, dass ihr keinem anderen schadet.“

Vor 500 Jahren reiste Martin Luther nach Worms, um vor Kaiser Karl V. Rechenschaft über seinen Glauben abzulegen – und auch heute noch werden in der Stadt hitzige theologische Debatten geführt. Das zeigt ein Video, das binnen weniger Tage zum Internet-Hit geworden ist. In dem Filmchen, das inzwischen mehr als 250000 Mal angesehen und tausendfach geteilt wurde, spricht ein Polizist zu einer Gruppe von Corona-Demonstranten. Diese hatten ihre Versammlung als Gottesdienst zum Luther-Jubiläum ausgegeben und sich nicht an geltende Abstandsregeln und die Maskenpflicht gehalten.

„Sie haben ein Recht auf Religionsausübung, andere haben ein Recht auf Leben“, erklärt der Polizist im Video. Dann zitiert er aus der Bibel und erinnert an das Gebot der Nächstenliebe. Immerhin habe Jesus sogar bei seiner Verhaftung noch einen römischen Soldaten geheilt. Als einer der Demonstranten fragt, was Jesus zur aktuellen Situation sagen würde, kommt die Antwort prompt: „Der würde sagen: Betet so, dass ihr keinem anderen schadet.“

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