Claudia Nothelle

Claudia Nothelle geb. 1964, war Chefredakteurin des RBB Fernsehens und bis Ende 2016 Programmdirektorin beim Rundfunk Berlin-Brandenburg. Seit 2017 ist sie Professorin für Fernsehjournalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal und seit 2021 darüber hinaus Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Was empfinden Sie als Ihre Stärke?
Mein (unverbesserlicher) Optimismus, ich kann viele Dinge gleichzeitig im Blick haben, finde immer mal wieder die richtigen Worte – und mache einen gut trinkbaren Cappuccino.

Was stört Sie an sich selbst?
Ich bin zu optimistisch, immer im Multitasking, manchmal rede ich zu viel und kann schlecht „nein“ sagen.

Welche Eigenschaft schätzen Sie bei anderen Menschen?
Kreativität, Durchhaltevermögen, Empathie.

Welche Eigenschaft stört Sie bei anderen Menschen?
Übergriffigkeit, Phlegmatismus, schnelles Urteilen über andere.

Wer hat Sie stark beeinflusst?
Meine ehemalige Schulleiterin: Sr. Maria Corda Jansen-Rademaker, die uns vorgelebt hat (und noch heute mit ihren über 90 Jahren durch ihre Einlassungen immer wieder zeigt), wie man tief gläubig, kritisch und gleichzeitig froh katholisch sein kann.

Welcher Theologe fasziniert Sie?
Karl Rahner – und seine Idee, mich mit mehr als den Sandkörnern zu beschäftigen. („Der Mensch lebt, mit den Sandkörnern des Strandes beschäftigt, am Rand des unendlichen Meeres der Geheimnisse.“)

Welche Bibelstelle gibt Ihnen (heute) Kraft für den Alltag?
„Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ (Psalm 31,9)

Was ärgert Sie an der Kirche?
Dass sie die Botschaft vom menschenfreundlichen Gott immer wieder verdunkelt.

Was wünschen Sie der Kirche?
Mut, die notwendigen Veränderungen anzugehen. Hoffnung und Gottvertrauen.

Was wünschen Sie sich von der Kirche?
Klare Worten und Taten – walk the talk.

In welchen Momenten empfinden Sie tiefes Glück?
Mit lieben Menschen bei einer guten Pasta. Beim Blick auf das unendliche Meer. Und auch bei Stille Nacht und Orgelklang – am 24.12. in der Christmette.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Binde Deinen Karren an einen Stern. (Leonardo da Vinci)

Für welche Hobbys nehmen Sie sich Zeit?
Fotografieren (aber leider zu wenig Zeit) und Reisen (hoffentlich bald wieder mehr).

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?
Zur Zeit: Jonathan Franzen. Und immer schon: Donna Tartt.

Welche Musik bevorzugen Sie?
Schwer zu sagen: Das hängt von Situation und Stimmung ab. Gern Klassik, gern Pop und auch Liedermacher/-innen.

Von welchem Leben träumen Sie heimlich?
Von dem, das ich lebe – in einer besseren Version.

Was möchten Sie im Leben erreichen?
Gute Spuren hinterlassen und das Leben für den einen oder die andere ein kleines Stück besser machen – aber das hängt ja nicht nur von mir ab.

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