Gedanken zur Bedeutung urbaner Mission in heutiger ZeitUrban face

„Wenn 70 Prozent der Bevölkerung in der urbanen Realität lebt, sollten folgerichtig auch 70 Prozent aller Pastoral ein urbanes Gesicht bekommen.“ (Alfons Vietmeier) Schon seit etwa 30 Jahren reagiert die Kirche auf die wachsende Verstädterungsrate und die Urbanisierungsprozesse in Deutschland. In den insgesamt rund 2000 deutschen Groß-, Mittel- und Kleinstädten leben mittlerweile über 75 Prozent der Bevölkerung. Doch wie haben sich die Ansprüche an eine Pastoral im städtischen Raum verändert? Ist urbane Mission überhaupt auf den Raum der Stadt begrenzt? Und welche Schritte sind nötig, damit Kirche in Zukunft noch ein ernstzunehmender Player in der urbanen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ist?

Fazit

Das Rad muss nicht neu erfunden werden. Citykirchenarbeit gibt es bereits seit über 40 Jahren. Von den Anfängen bis heute ist die urbane Mission „von der Peripherie ein ganzes Stück weit ins Zentrum kirchlichen Lebens gerückt“ (John 2008, S. 54). Vielen gilt sie als Labor, als Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen und als Ort neuer Formen von Kirche. In diesem Sinne muss sich auch die urbane Mission in Deutschland im Sinne der „ecclesia semper reformanda“ immer wieder erneuern und weiterentwickeln, damit sie dieser besonderen Aufgabe auch in Zukunft gerecht werden kann und eine wichtige Keimzelle für die Erneuerung der Kirche bleibt.

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