A Home away from HomeKirchliche Bildung als ein Dritter Ort

Neben der Arbeitsstätte und dem eigenen Zuhause gibt es in der Soziologie sogenannte „dritte Orte“: Biergärten, Bars, Bibliotheken – aber auch kirchliche Einrichtungen. Sie sind Grundpfeiler des offenen Diskurses und damit einer demokratischen Gesellschaft. Siegfried Grillmeyer grenzt die Bedeutung ­dritter Orte von kommerziellen Interessen ab und stellt dabei ­insbesondere das Profil christlicher Einrichtungen heraus. Der Autor ist Leiter der Akademie des von der Erzdiözese Bamberg und der Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten getragenen Caritas-Pirckheimer-Hauses in Nürnberg.

Es ist ein Film von gerade einmal 90 Sekunden, der kurz vor Weihnachten 2020 ins Netz gestellt wird und mit seiner Botschaft wahrscheinlich alle gleichermaßen in den Bann zieht: Er handelt von Menschen, die sich treffen, im Gespräch sind, sich begrüßen, feiern, tanzen oder gemeinsam ausgehen. Wer sich die fröhlichen Menschen ansieht, wie sie sich an gastronomischen Orten treffen, wird schmerzlich daran erinnert, wie sehr uns allen – mitten in der zweiten Welle der Pandemie – diese Begegnungen fehlten. Der „Leaders Club Deutschland“, ein Zusammenschluss von Gastronomen, hat diesen Film als „Manifest des dritten Ortes“ im Namen von Restaurants, Bars, Clubs und Cafés am 22.12.2020 auf YouTube, einer eigenen Homepage und unter dem Hashtag #deindritterort in den sozialen Medien veröffentlicht.

Warum man den Begriff „Manifest“ gewählt hat, bleibt unbeantwortet. Denn es handelt sich eigentlich um ein Gedicht, das im Film von der sonoren deutschen Synchronstimme von Bruce Willis vorgetragen wird und ein hohes Lied auf jene Orte anstimmt, die nicht das eigene Zuhause und nicht die Arbeit meinen. Am Ende – nach all den fröhlichen Menschen und einem Schlussbild mit hochgestellten und abgedeckten Stühlen – spricht uns allen das Gedicht aus der Seele: „Er fehlt, der besondere dritte Ort. Wir vermissen ihn. Er muss jetzt ruhen, in der Unruhe dieser Zeit. Er wartet ungeduldig.“ Und dann zeigen sich Hoteliers und Gastronomen, die sich auf ein Wiedersehen freuen.

Nun ist der Begriff des „dritten Ortes“ nicht geschützt und dem „Leaders Club Deutschland“, der sich unter dem Motto „Eat. Drink. Inspire“ um die Schaffung von gastronomischen Begegnungsräumen bemüht, sei ein großer Erfolg mit dieser Kampagne vergönnt. Aber irgendwie wird der Begriff schon etwas vereinnahmt, und es dürfte lohnend sein, dem dahinterliegenden Konzept nachzugehen und ihn hinsichtlich seiner analytischen Beschreibung von besonderen Orten im kirchlichen Raum zu befragen.

Ein Begriff und seine Wiederentdeckung

Das Phänomen öffentlicher und gemeinschaftlicher Orte außerhalb der eigenen Wohnung und der Arbeitsstätte gab es lange vor der Wortschöpfung des Soziologen Ray Oldenburg. Hier sei nur an die griechische Agora und das römische Forum und damit an Orte erinnert, die bereits in der Antike mehr waren als (oftmals falsch übersetzt) Marktplätze. Bereits in den kleinen Stadtstaaten war überdeutlich, wie sehr man einen öffentlichen Raum zum Austausch, zur Begegnung und zur Meinungsbildung bis hin zur Abstimmung oder zum Aushandeln individueller Interessen auf ein Gemeinwohl hin benötigt. Erst recht in der zunehmend industrialisierten Welt waren die Räume des nicht nur kulinarischen Austausches wie das englische Pub, das österreichische Kaffeehaus und der deutsche Biergarten besondere Orte neben Wohnung und Arbeitsstätte. Ray Oldenburg bezeichnet diese drei genannten folgerichtig als klassische „dritte Orte“. Aber vielleicht traf der Soziologe mit seinem Buch unter dem klingenden Namen „The Great Good Place: Cafés, Coffee Shops, Bookstores, Bars, Hair Salons, and Other Hangouts at the Heart of a Community“ (New York 1989) einen Nerv, als er darin erstmals auf die für ein Gemeinwesen lebensnotwendige Bedeutung „dritter Orte“ verwies.

Bei aller Unterschiedlichkeit sollte nach seiner Meinung ein derartiger Ort verschiedene Charakteristika aufweisen: Zum einen ist er neutraler Boden, der grundsätzlich allen Bevölkerungsschichten offensteht, er ist leicht erreichbar, auch in seiner Einrichtung niederschwellig („low profile“) mit einer einladenden Stimmung („The mood is playful“). Zum anderen ist Konversation immer erwünscht, nicht nur unter den vorhandenen Stammgästen, sondern unter allen Besuchern. Er kann damit zu einer zweiten Heimat oder einer zweiten Familie („A home away from home“) werden.

Neben diesen Charakteristika nennt der Autor verschiedene Merkmale und damit verbunden gesellschaftliche Impulse, die von diesen Orten ausgehen: Sie dienen und fördern die Demokratie, schon allein dadurch, dass sie öffentliche Räume schaffen. Sie können nachbarschaftliche Gemeinschaft und Freundschaft stiften und sind damit „Stärkungsmittel für den Geist“. Sie werden zu Versammlungsorten und gesellschaftlichen Bezugspunkten sowie Ausgangspunkt für bürgerschaftliches Engagement. Und schließlich dienen sie – neben dem Gemeinschaftsbezug – auch der Entwicklung des Einzelnen als mitgestaltendes, politisches Individuum.

Ray Oldenburg hat bei allem Interesse, dass der gesellige Aspekt seiner so genannten „dritten Orte“ auch Essen und Trinken und ggf. andere Dienstleistungen einschließt, die Gefahr der ökonomischen Vereinnahmung und Verzweckung gesehen. Zum einen – so der Soziologe in einem Interview mit dem Magazin „360“ von steelcase (ein Unternehmen, das Büromöbel und innovative Raumgestaltung vermarktet) – können Unternehmen selbst nicht dritte Räume schaffen. Auch wenn sie erkannt haben sollten, wie wichtig für die Produktivität der Mitarbeitenden angenehme und anregende Räume sind, bleibe es ein wichtiges Kennzeichen, dass sie eben nicht in den Arbeitszusammenhang eingebettet seien. Zum anderen können auch jene Räume, die als Hauptziel die Menschen in ihrer Rolle als Konsumenten ansprechen, die wesentlichen Charakteristika nicht erfüllen. So soll der Wissenschaftler auf die Nachfrage von Starbucks, ob er nicht ihr Konzept als einen dritten Ort herausstellen würde, abschlägig reagiert haben. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass man mittlerweile viele mediale Fundstücke sichten kann, wie man gerade den Einzelhandel retten will, indem man ganze Fußgängerzonen oder Shopping Malls als attraktive dritte Orte in Stellung bringt. „Für den stationären Handel besteht jetzt die dringende Notwendigkeit, ihre Geschäfte, Filialen und Läden zu ‚dritten Orten‘ zu machen“, formulierte es bereits 2018 paradigmatisch Gerd Wolfram auf „zukunftdeseinkaufens.de“ und viele Geschäfte und Einkaufszentren sind diesem Aufruf gefolgt. Zweifelsohne ist das Konzept auch vielerorts aufgegangen, denn derartige Orte werden mittlerweile nicht nur zum Einkaufen aufgesucht, auch wenn es weiterhin kommerzielle Antriebe sind, sie zu gestalten.

In jenem zitierten Interview mit steelcase antwortet Ray Oldenburg auch deutlich – eindeutiger noch als in seinem Buch – auf die Frage, was heute die wichtigen dritten Orte seien: „Bibliotheken, Gemeinderäume und Kirchen, neu gestaltete Jugendherbergen und Cafés, die sich jeder leisten kann.“ Und er ergänzt, dass es weiterhin reale Orte seien und er keinen dritten Ort im Internet entdecken könne.

Der dritte Ort als Lern- und Begegnungsraum

In Bildungseinrichtungen und im Bibliothekswesen hat man wohl am intensivsten über die Anregungen des Soziologen an der University of Florida nachgedacht. Bei der neuen Konzeption von mancher Bibliothek und Volkshochschule standen die Grundgedanken des dritten Ortes Pate: Zur zeitgemäßen Erfüllung ihrer Aufgabe dürfen Bildungseinrichtungen nicht nur Inhalte vermitteln und Bibliotheken nur Bücher verleihen, sondern sie sollten jene Räume schaffen, in denen Menschen sich kreativ austauschen können, neuartige Lernarrangements entstehen und in denen die gesellschaftlichen Diskurse geführt und mindestens indirekt Bürgerbeteiligung ermöglicht werden. Ein wegweisendes Beispiel war die Zusammenführung von Volkshochschule und Stadtbücherei in Nürnberg zum Bildungscampus, der sich jenem Leitbild verschrieb. Es entstanden auch an anderen Orten vergleichbare Konstellationen, etwa in Mühlheim, Köln, Hamburg und jüngst bei der Konzeption des Norderstedter Bildungshauses, das neben VHS und Stadtbibliothek auch noch das Archiv integriert. Ein kurzer Blick auf „bibliotheksportal.de“ zeigt, wie intensiv man sich bei der Neugestaltung der Institutionen bemühte, aus Leseräumen und Schulungsräumen attraktive „dritte Orte“ zu machen.

Der reale Raum – also das offene Angebot an Möglichkeiten des Zusammenkommens – und das entsprechende Konzept – also die Idee des gemeinschaftlichen und weitgehend herrschaftsfreien Diskurses – gingen dabei stets Hand in Hand. Interessant ist, dass diese Räume oft auch das Kulinarische integrierten: In mancher Bibliothek, auch in manchem Museum sind mittlerweile die dazugehörigen Cafés wichtiger als der Ausstellungs-, Lese- oder Seminarraum.

Die hier beschriebenen Diskussionen um eigene Orte des diskursiven Lernens und der Begegnung mit ihren je eigenen Spezifika kennen wir auch in kirchlichen Zusammenhängen. Bereits in den Gründungsdokumenten der (katholischen) Akademien, Landvolkshochschulen und Jugendbildungsstätten tauchen jene Beschreibungen auf, die als Charakteristika des dritten Ortes gelten. Und ebenso in den aktualisierten Leitbildern der letzten Jahre finden wir sie bei den katholischen Bildungseinrichtungen ebenso wie bei den evangelischen, den kommunalen und verbandsgetragenen Schwesterorganisationen. Eine gesonderte Betrachtung der Alleinstellungsmerkmale und des Eigenwerts des katholischen Beitrages in einem sinnvollen und bewährt pluralen Bildungssystem und damit die Zusammenführung mit anderen Diskussionen wie über die Gestaltung von sogenannten pastoralen Räumen stehen meines Erachtens allerdings noch aus.

Der pastorale Ort

Das Adjektiv „pastoral“ bezeichnet zunächst nicht viel mehr als sein Synonym „seelsorgerisch“. Es geht beim Grundauftrag der Kirche darum, dass diejenigen Menschen, die sich vom Geist des Evangeliums leiten lassen, nicht nur die Lehre Christi verkünden, lehren und Gottesdienste halten oder anders liturgisch tätig sind, sondern sich dem Menschen zugewandt als Seelsorgende erweisen. Damit kann auch der gesamte Bereich der Caritas – von der Krankenhausseelsorge und Altenbetreuung über die Kinder- und Jugendhilfe bis zu Beratung und Altersheimbetreuung – zum „pastoralen Raum“ werden. Gleiches gilt für katholische Schulen, Bibliotheken und allgemein auch Bildungseinrichtungen. Sie dienen dem Menschen und erfüllen damit den Auftrag der Seelsorge.

Gleichzeitig wurde der Begriff in den letzten Jahren stark kirchenrechtlich verstanden. Einzelne Gemeinden gingen in größeren Seelsorgeeinheiten auf und wurden als neue pastorale Räume definiert. In besonderer Weise diskutierte man das Verhältnis der Amtsträger in den neuen Strukturen. In manchen Dokumenten wie beispielsweise dem Pastoralkonzept der Nürnberger Stadtkirche blieb man allerdings nicht bei organisatorischen und rechtlichen Fragen stehen, sondern verwies bewusst auf die notwendige Einbeziehung von Bildungs- und Begegnungsorten als „Touchpoints“ von Kirche heute.

Wer vor einigen Jahrzehnten die Frage gestellt hätte, wo Kirche und Seelsorge ihren Begegnungsraum entfalten und damit verortet sind, hätte wahrscheinlich verständnisloses Kopfschütteln geerntet. Der Ort der Kirche war zu allererst das Gotteshaus, eben die Kirche selbst. Auch wenn zum Kirchturm immer das danebenliegende Gemeindehaus mitsamt Bücherei und ggf. dem Kindergarten gehörte. Und auch wenn man die anderen Formen kategorialer Seelsorge kannte: Der wichtigste und eigentliche Ort der Kirche war die Gemeinde und ihr Gotteshaus.

Im 21. Jahrhundert, in dem endgültig erkennbar wurde, dass aus dem einst großen Gebäude der Volkskirche nur mehr eine ausgebrannte Ruine mit einzelnen Glutkernen übriggeblieben war, wurden die anderen Räume bedeutender. Menschen kommen in Kontakt, bilden Gemeinschaft und erleben Kirche in den Kindergärten und Familienstützpunkten, bei den vielfachen Einrichtungen der Caritas und in Bildungs- und Begegnungseinrichtungen. Dort ist Kirche und damit die christliche Botschaft präsent und erlebbar.

Christliche Begegnung nach der Pandemie

Gerade in Zeiten eines aufgezwungenen Verzichts realer Begegnungen wurde deutlich, wie sehr uns die verschiedenen Orte prägen und wie sehr Bildung und Begegnung ein untrennbares Zwillingspaar darstellen: Natürlich kann man sich auch alleine fortbilden und man kann sich auch begegnen, ohne dies zu reflektieren und dabei etwas zu lernen. Aber wie hat Albert Einstein so treffend formuliert „Lernen ist Erfahrung – alles andere ist nur Information“ – oder wie es mein akademischer Lehrer Norbert Brieskorn SJ einmal drastischer formulierte: „Jede Erfahrung ohne Reflexion ist Verschwendung!“

Christliche Bildungshäuser können derartige Räume öffnen, die wir dringend für uns selbst als stets lernende und reflektierende Menschen in einer bewegten Welt und gleichzeitig für die Gestaltung einer demokratischen Kultur unserer Gesellschaft benötigen. Aber was unterscheidet kirchliche Tagungshäuser von anderen Anbietern und sogenannten dritten Orten? Warum sollte man sie in Zeiten der kirchlichen Sparmaßnahmen erhalten, nicht schließen?

Der Wunsch, nach Eindämmung der Pandemie wieder zur vermeintlichen Normalität und damit zum status quo ante zurückzukehren, ist groß. Wie in dem eingangs geschilderten Film zum „dritten Ort“ stehen überall die Tische und Stühle bereit und nicht nur Restaurants, Bars, Gasthäuser aller Art erwarten die Gäste. Aber vielleicht ist es nicht nur sinnvoll, sondern dringend nötig, über die Grundlagen und den Auftrag von Bildungseinrichtungen als prägende Orte kirchlichen Lebens nachzudenken – und in den Wettstreit mit anderen Konzepten zu treten. Dis bisherigen Entwicklungen verheißen nichts Gutes: Es wurden aufgrund berechtigter Sparmaßnahmen bereits vielfach Bildungseinrichtungen in den Diözesen Deutschlands geschlossen und weitere Kürzungen erwogen, ohne die Fragen nach dem pastoralen Nutzen und dem kirchlichen Auftrag dieser Orte zu stellen. Es wurden vielfach die durchaus nötigen Professionalisierungen auf betriebswirtschaftlicher Ebene der Bildungsstätten genutzt, um die inhaltliche Prägung und damit übergeordnete Leitung gegenüber der Geschäftsführung und damit Hausgestaltung zu trennen.

Spezifika kirchlicher Tagungshäuser

Kirchliche Tagungshäuser können ihr eigenes und unverwechselbares Profil nur entfalten, wenn der Kern ihres Auftrages immer wieder deutlich wird und sich auch in den alltäglichen Dingen beweist. Dieser Kern besteht in dem zugrundeliegenden Menschenbild und dem damit verbundenen Weltbild. Wenn der Mensch in seiner unantastbaren Würde und damit seinen zu verwirklichenden Menschenrechten im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns steht, dann geht eine besondere Kultur der Gastlichkeit weit über das hinaus, was als Kundenorientierung, nachhaltiges Wirtschaften und professionelles Management grundsätzlich nötig ist.

Als Christen begründen wir die Menschenwürde aus der „Gottesebenbildlichkeit“ des Menschen und dabei gehört die Gastfreundschaft zu einem kirchlichen Grundauftrag. In der Begegnung mit dem Fremden können wir dem Größeren begegnen, das wir Gott nennen. Abraham nimmt sich dreier Fremder bei den Eichen von Mamre an, beherbergt sie und erfährt erst dann, dass er in ihnen Gott selbst begegnet ist (Gen 18,1-10). Und im Hebräerbrief ist es wunderbar formuliert: „Vergesst die Gastfreundschaft nicht, denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt“ (Hebr 13,2).

Wer christliche Werte wie die Gastfreundschaft und damit den förderlichen Umgang miteinander, aber auch die in der Katholischen Soziallehre grundgelegte Förderung von Gerechtigkeit, Solidarität, Bewahrung der Schöpfung etc. ernst nimmt, muss sich auch im Handeln daran messen lassen. Das beginnt beim Umgang miteinander und damit bei einer professionellen Personalführung, und es schließt auch die Ausrichtung des Wirtschaftens auf Nachhaltigkeit im weitesten Sinne ein. Das Zusammenbringen von Werten und Wirtschaften ist kein Widerspruch, sondern ein zu bewältigendes Spannungsfeld. Dazu braucht es ein professionelles Management, das dem übergeordneten Leitbild entspricht.

Wenn Tagungshäuser zu Recht als christliche erkannt werden sollen, dann sind sie mehr als vergleichbare Einrichtungen. Denn sie bringen durch ihr Handeln und ihre Angebote die christliche Botschaft in die Gesellschaft als Repräsentanten der Kirche ein. Und sie können im besten Falle auch Verweisungsorte sein auf die spirituellen Angebote und damit Einladungen zur religiösen Dimension der Kirche in der alltäglichen Welt.

Konzepte wie Ray Oldenburgs Definition von sogenannten „dritten Orten“ als wichtige und tragende Säulen einer Gesellschaft werden dazu eine Anregung sein. Jede Leserin und jeder Leser findet sich in den Beschreibungen aus „The Great Good Place“ wieder und erinnert sich an zahlreiche und prägende Begegnungen an den eigenen „dritten Orten“. Gerade in den zurückliegenden Monaten des Lockdowns und damit der Schließung jener Orte wurde deutlich, wie sehr wir sie als Individuum und ebenso als Gesellschaft benötigen und sie uns fehlen – als „heart of democracy“ und als „A home away from home“.

Anzeige
Anzeige: Ausgelacht

Stimmen der Zeit-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen Stimmen der Zeit-Newsletter abonnieren und willige somit in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zwecke des eMail-Marketings des Verlag Herders ein. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.