Sind Kinder unter drei Jahren zu jung für die Offene Arbeit?

Kleinstkinder in Kita und Tagespflege, Editorial
© Harald Neumann, Freiburg

Kleinkinder haben ein besonders großes Bedürfnis nach emotionaler Sicherheit, Bindung und individueller Betreuung und sollten keinesfalls mit einer Fülle von Eindrücken überschüttet werden. Doch stehen diese essenziellen Ansprüche nicht im Widerspruch zu einem Konzept, das sich u.a. durch offene Gruppen, unterschiedliche Räume und zahlreiche Fachkräfte auszeichnet?

Ob Kinder unter drei Jahren tatsächlich von der Offenen Arbeit profitieren, ist von der Bereitschaft der Fachkräfte abhängig, auch schon den Jüngsten Gelegenheiten zur Mit- und Selbstbestimmung einzuräumen: bei der Gestaltung des Tagesablaufs und der Mahlzeiten, bei der Wahl der Spielpartner und -materialien oder bei der Einteilung der Erholungs- und Ruhepausen.

Nestgruppen & Bezugsperson

Viele Offene Kitas haben sich für das Nestgruppenprinzip entschieden: Ausgehend von der Geborgenheit ihrer U3-Gruppe gehen die Jüngsten in Begleitung ihrer vertrauten Fachkraft zunehmend auf Erkundungstour, bspw. im Bereich der Älteren. Behutsam lernen sie so die einzelnen Funktionsräume und Strukturen der Kita kennen und können nach und nach in den offenen Bereich entlassen werden.

Fazit: Um Kleinkindern eigene Entscheidungen zuzutrauen, ist ein ressourcenorientierter Blick grundlegend. Dann ist die Frage nicht, was die Jüngsten noch nicht können, sondern wo ihre vielfältigen Kompetenzen, Stärken und individuellen Interessen liegen – und wie diese gestärkt werden können. Lesen Sie mehr dazu im Fachthema dieser Ausgabe.

Herzliche Grüße & bleiben Sie bitte gesund!
Ihre Ulrike Fetzer

 

Anzeige
Anzeige: Meine Bibelgeschichten

Kleinstkinder-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen Kleinstkinder-Newsletter abonnieren und willige somit in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zwecke des eMail-Marketings des Verlag Herders ein. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.