TOP 5 für mehr Männer in Kitas

Brigitta Kreß führte 2 Studien zum Thema „Mehr Männer in die pädagogische Arbeit“ durch und sie nennt Gründe, warum sie in Kitas arbeiten sollten.

Männer vervollständigen die Miniaturwelt Kita: Die Kita bildet die Außenwelt in klein ab. In der Außenwelt gibt es ca. 51% Frauen und 49% Männer. In der Kita sind es nur 5%. Gäbe es mehr von ihnen, könnten die Kinder lernen, dass es auch Typen unter ihnen gibt, die noch mal anders als der Vater oder der Opa sind, jünger vielleicht, unkonventioneller, cooler. So wie in der Welt draußen.

Männer zeigen, dass sie auch backen, singen und sich verkleiden können: Rollenflexibilität ist eine wichtige Voraussetzung für Intelligenzentwicklung, so das Ergebnis einer US-Studie von Sandra Bem. Deshalb sollten nicht nur Erzieherinnen auch sogenannte Männerarbeiten verrichten, sondern umgekehrt Erzieher ebenso „Frauenarbeiten“. Sie machen sie vielleicht anders, was Kinder sofort merken. So können alle Kinder alles lernen.

Männliche Kollegen bringen frischen Wind ins Team: Berichte aus gemischten Teams fallen durchweg positiv aus. Nach anfänglichen Widerständen erkannten die Kolleginnen schnell, wie gut es dem Team tut, wenn es auch den männlichen Blick auf die Welt gibt, eine männliche Art von Fürsorge, Konfliktbewältigung, Planung und Organisation, die sich optimal mit der weiblichen ergänzt. Ganz abgesehen von mehr Leichtigkeit und Humor.

Männer fördern das Selbstbewusstsein von Kindern zusätzlich:

Das KJHG weist darauf hin, dass die pädagogische Qualität der Einrichtungen mit der Einstellung von männlichen Fachkräften steigt. Das Gesetz beruht auf Forschungsergebnissen, die zeigen, dass Kinder, die von Frauen und Männern (also mehr als einer Person) betreut und erzogen wurden, geistig, körperlich und seelisch resilienter sind als andere, konfliktfähiger und lernfähiger. Denn sie haben ein größeres Spektrum an Verhaltens- und Lösungsmöglichkeiten erlebt und gelernt.

Erzieher ist ein toller Beruf: Bei einigen Jungen rangiert der Beruf bereits ganz vorn bei den Wunschberufen. Das ist eine wichtige Erweiterung der Rollenorientierung. Traditionelle Stereotypen werden durch moderne Berufsbilder ergänzt und von den Erziehern vorgelebt – ein echter Gewinn für die Kinder.

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