Große Last auf kleinen SchulternTraumapädagogische Praxis in Kindertagesstätten

Traumatisierte Kinder fallen im Kita-Alltag häufig durch aggressives oder sehr starres, abweisendes Verhalten auf. Pädagogische Fachkräfte können die Kinder durch eine (trauma-) pädagogische Begleitung und Förderung dabei unterstützen, am Gruppengeschehen teilzunehmen und die belastenden Erlebnisse zu verarbeiten.

Der Beitrag in 150 Wörtern

Das Verhalten traumatisierter Kinder in Stresssituationen stellt eine automatische Notfallreaktion dar, die für das Kind entwicklungslogisch und sinnhaft ist. Die Kita kann für belastete Kinder ein „Sicherer Ort“ sein, an dem sie bedrohliche Erfahrungen bewältigen und persönliche Entwicklung erleben können. Zentrale pädagogische Aufgaben sind die Stabilisierung und Beruhigung des Kindes und der Aufbau einer tragfähigen verlässlichen Beziehung zwischen Kind und pädagogischer Fachkraft. Darauf aufbauend können die Teilhabe des Kindes am Gruppenalltag gefördert und neue soziale Erfahrungen ermöglicht werden. In der pädagogischen Praxis können die Kinder wirkungsvoll durch Angebote in den Bereichen Selbstwahrnehmung, Selbstregulation und Selbstwirksamkeit unterstützt werden. Bewegungsangebote oder der Einsatz von Gefühlekarten z. B. fördern die körperliche und emotionalen Wahrnehmung. Auf dieser Basis kann z. B. mithilfe eines Gefühlebarometers oder durch Unterstützungsmaßnahmen für Krisensituationen an der Selbstregulation gearbeitet werden. Durch kreative Ausdrucksformen und Partizipationsmöglichkeiten kann sich das Kind selbst als aktiv und wirksam erleben und sich so auch mehr in der sozialen Gemeinschaft der Kita-Gruppe einbringen.

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