Mit Maria durch das KirchenjahrAndachten, Marienfeiern, Impulse und Gestaltungselemente für Wort-Gottes-Feiern

Inhalt

Maria, die Mutter Jesu, – Mutter Gottes! – ist ein vielschichtiges und faszinierendes Phänomen im christlichen Glauben. Auch wenn ihr im 19.Jahrhundert per Dogma eine gewisse »Andersartigkeit« attestiert wurde, nämlich die Unberührtheit von der Erbsünde, so war und ist sie dennoch vor allem immer eines geblieben: ein Mensch, eine Frau, wie du und ich. Um wahrhaft Mensch zu werden, hat Gott den natürlichen Weg gewählt, die Geburt im Mutterleib. Und somit zugleich durch Maria ein unglaubliches Zeichen gesetzt: Die Botschaft, dass eine einfache Frau Gott gebären kann.

Durch die Jahrhunderte hat Maria die Menschen auf der ganzen Welt auf ganz unterschiedliche Weise in ihrem Glauben begleitet. Sie ist diejenige, in der uns der christliche Glaube ganz nah kommt. In vielen Regionen der Welt war es die Figur der Maria, die von den nicht christlichen Völkern am schnellsten »integriert« wurde und ihnen einen Weg zum christlichen Glauben aufwies. Es gibt Madonnen in allen Hautfarben und Gesichtszügen. Sie war und ist immer »eine von uns«. Den Menschen ganz nah. So nah sogar, dass sie sogar immer wieder gesehen wird. Kommt man erst einmal mit anderen Gläubigen ins Gespräch, wundert man sich, wie viele von ihnen ihre ganz eigenen »Marienerscheinungen« hatten.

Maria ist es, die vielen nah bleibt, wenn Gott zu unbegreiflich und zu groß wird. Sie ist es, die um Schutz und Trost und Hilfe angerufen wird. Als Fürsprecherin, Mittlerin zwischen unserem kleinen Hier und Jetzt und dem großen, ewigen Dort bei Gott.

Das vorliegende »Thema im Blick« der Ideenwerkstatt Gottesdienste widmet sich dieser faszinierenden Frau und begleitet sie durch das Kirchenjahr, durch ihr Leben und das Leben Jesu. Es findet sich eine große Bandbreite an gottesdienstlichen Formen und Gestaltungselementen, an Sichtweisen und Blicken – alle aber verbindet die große Verehrung für die, die Gott so nah wie keine von uns und zugleich immer ganz und gar eine von uns geblieben ist.

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