FrauenDiözesanräte und katholische Laienorganisationen brauchen eine Quote nicht zu fürchten

Frauen sind in Diözesanräten, katholischen Verbänden und anderen Laienorganisationen vergleichsweise gut vertreten. Das hat eine Erhebung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) ergeben, die bei der Frühjahrsvollversammlung in Regensburg vorgestellt wurde. Befragt wurden neben den 27 Diözesanräten, dem Katholikenrat beim Militärbischof und dem Bundespastoralrat der Katholiken anderer Muttersprachen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands sowie das ZdK selbst. 

Mit Blick auf die Diözesanräte sind immerhin 36 Prozent der stimmberechtigten Vorstände Frauen, bei den Laienorganisationen sind Vorsitz (einschließlich, stellvertretendem Vorsitz) und Geschäftsführung zu rund 40 Prozent weiblich. Auch wenn das Ergebnis in Teilen den großen Frauenverbänden geschuldet ist: Auch jenseits der geschlechtsspezifisch organisierten Verbände kommt man auf 35 Prozent. Bei der Leitung von Bundesgeschäftsstellen kommen Frauen insgesamt sogar auf 44 Prozent (bei 52 Prozent männlichen Laien). Das gilt freilich vor allem für kleinere und mittelgroße Organisationen, bei denen mit mehr als 70 Mitarbeitenden gibt es nur drei Frauen von insgesamt 25 Leitenden auf Bundesebene. Nachholbedarf gibt es auch bei Aussagen zur Geschlechterverteilung in Statuten und Geschäftsordnungen oder zur Frauenförderung. 

Die katholischen Laienorganisationen und -räte erfüllten damit bereits jetzt das Ziel einer 30-Prozentquote, das Bischof Franz-Josef Bode für leitende Funktionen in der katholischen Kirche benannt hat, kommentierte das ZdK-Präsidium. Es wies allerdings auch darauf hin, dass man trotz der positiven Ergebnisse der Studie in den Bemühungen um eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern nicht nachlassen dürfe. Frauen müssten weiterhin gezielt gefördert werden.

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