Georg MoserDie Hand, die trägt

Die Nachfolge Jesu ist nicht immer heiter-beschwingt. „Müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil!“ (Phil 2,12), mahnt Paulus die Gemeinde in Philippi. Die Gottesfurcht gehört zu den Gaben, mit denen der Heilige Geist unser christliches Leben beschenkt. Doch fließt diese Furcht nicht aus der Erfahrung gnadenloser Verworfenheit. Ihr Zittern ist kein Ausdruck einsamer Verlorenheit in kalter Nacht. Es ist vielmehr die Ehrfurcht vor einem Gott, der – obgleich Mensch geworden – menschliche Maßstäbe unendlich übersteigt. Wäre er nur einer von uns, wie könnte er uns dann erlösen? Es ist ein mächtiger Arm, der uns hält, eine kraftvolle Hand, die uns trägt. Gottesfurcht gehört zu unserer Hoffnung wie für jenen Frommen des Alten Testaments, der schreibt: „Wer den Herrn fürchtet, verzagt nicht und hat keine Angst, denn der Herr ist seine Hoffnung. Wohl dem, der den Herrn fürchtet“ (Sir 34,16–17).

Georg Moser (früherer Bischof von Rottenburg-Stuttgart, 1923–1988) in: „Georg Moser – unvergessen“ (Schwabenverlag, Ostfildern 2018)

Anzeige: Warum ich an Gott glaube. Von Gerhard Lohfink

Der CiG-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen CiG-Newsletter abonnieren und willige in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zweck des E-Mail-Marketings durch den Verlag Herder ein. Den Newsletter oder die E-Mail-Werbung kann ich jederzeit abbestellen.
Ich bin einverstanden, dass mein personenbezogenes Nutzungsverhalten in Newsletter und E-Mail-Werbung erfasst und ausgewertet wird, um die Inhalte besser auf meine Interessen auszurichten. Über einen Link in Newsletter oder E-Mail kann ich diese Funktion jederzeit ausschalten. Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.