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Anzeige: Der Papst der Bücher. Schlüsseltexte zum Denken Benedikts XVI. von Benedikt XVI., Manuel Herder
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Über diese Ausgabe

Editorial

Artikel

  • Plus S. 83-93

    Die Körper des Papstes Benedikt XVI.Versuch einer Annäherung an die Gestalt Joseph Ratzingers

    Am 31.12.2022 ist Papst Benedikt XVI. verstorben. Joseph Ratzinger war 2005 zum ersten deutschen Papst seit 482 Jahren gewählt worden. International wurde er als hochgebildeter Theologe geschätzt. Sein Rücktritt vom Papstamt 2013 brachte ihm viel Respekt ein. Wolfgang Beinert, lang-jähriger Weggefährte Ratzingers und ebenfalls Professor auf dem Lehrstuhl für Dogmatik an der Universität Regensburg, unterscheidet zwischen der Person Joseph Ratzingers und dem Amt Benedikts.

  • Gratis S. 95-103

    Die HerausgerufenenKirche als Puls und Begegnung

    Zur sozialistischen Doktrin gehörte eine ausgefeilte Liturgie. Die Diktatur des Proletariats glich in ihrem Aufbruch zum Kommunismus einem religiösen Weg. Sie nahm religiöse Formen an, die denen der Kirche ähnelten. Warum aber taugten die gottesdienstlichen Formen so vorzüglich, um Macht zu demonstrieren? Christian Lehnert berichtet von seinen ersten Begegnungen mit Kirche und Spiritualität im Umfeld der DDR. Dabei sucht er Verbindungen zwischen Sprache und Transzendenz. Der Autor ist evangelischer Pfarrer, preisgekrönter Dichter und Geschäftsführer des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der VELKD in Dresden.

  • Plus S. 105-114

    Wenn Menschen gehen und fehlenKirchenaustritte zwischen Säkularisierung und Missbrauchsskandalen

    Wer und was fehlt der katholischen Kirche, wenn Menschen austreten? Was bleibt? Eva-Maria Faber untersucht das Phänomen schrumpfender Mitgliedszahlen und hält ein Plädoyer für einen behutsamen Umgang mit und eine bessere Differenzierung von Entfremdungsprozessen. Die formal definierte Mitgliedschaft ist überdies kein so hohes Gut, dass um ihretwillen Verletzungen in Kauf genommen werden dürften. Faber ist Prorektorin und geschäftsführende Leiterin der Theologischen Hochschule Chur, an der sie den Lehrstuhl für Dogmatik und Fundamentaltheologie innehat.

  • Plus S. 119-130

    Schönster Tag, undeutliches SakramentWas Brautleute denken

    Die Universitäten Regensburg und Eichstätt haben in einem empirisch-theologischen Forschungsprojekt „Zur Ehe berufen“ die Befindlichkeiten von Brautleuten erhoben. Darin geht es um eine Evaluation kirchlicher Ehevorbereitungskurse und darum, was die Verlobten selbst vom Sakrament der Ehe halten. Rupert Scheule, Professor für Moraltheologie an der Universität Regensburg, stellt die Ergebnisse vor.

  • Plus S. 135-143

    Kulturpolitischer HenotheismusDie Wiederkehr der Stammesgottheit

    Der Moskauer Patriarch Kyrill hat den Überfall auf die Ukraine mit einer kulturpolitischen Kritik am Feindbild des Westens gerechtfertigt. Damit hat er den problematischen Zusammenhang von Religion und Gewalt um den Faktor der kulturellen Identität verstärkt. Doch damit steht er keineswegs alleine. Die kulturpolitische Vereinnahmung von Religion und die religiöse Überhöhung von kultureller Identität fordert die Theologie neu heraus. Klaus Mertes SJ ist Redakteur dieser Zeitschrift.

  • Plus S. 145-150

    Von Franziskus lernenDer Schrei nach Frieden

    Wo Parteinahme in Bezug auf eine der Kriegsparteien in der Ukraine als moralisches Gebot gilt, gerät der, der für eine unbedingte Parteinahme für die Opfer auf allen Seiten des Krieges votiert, schnell ins moralische Zwielicht. „Der Papst hat dies seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine schmerzlich erfahren müssen“, schreibt Thomas Nauerth, apl. Professor für Religionspädagogik an der Universität Osnabrück. Zum besseren Verständnis von Papst Franziskus sei ein Blick auf die franziskanische Überlieferung hilfreich.

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