Liebes 22

Liebes 2022
© Edi

Liebes 2022,

Du machst mich weitestgehend sprachlos. Als ich vor einem Jahr das Editorial für die letzte Ausgabe in 2021 geschrieben habe, war ich hoffnungsvoll der Annahme, dass wir nur noch die Wintermonate überstehen müssten und danach die Corona-Pandemie immer weniger Thema sein würde. Noch ein wenig durchhalten und optimistisch bleiben – vielleicht bekommen wir doch zu großen Teilen die „alte Normalität“ zurück und müssen uns nicht mit der viel zitierten „neuen Normalität“ arrangieren. Mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine am 24. Februar 2022 verpuffte dieser Funke Zuversicht. Erneut ein unvorstellbares Geschehnis mit weitreichenden Auswirkungen, die wir Stand heute nur erahnen können. Die Leidtragenden? Betroffen sind wir alle, aber wie so oft trifft es die Schwächsten und Unschuldigsten am massivsten. 

„In Zukunft muss das Kindeswohl unbedingt an oberster Stelle stehen.“

(Bundesjugendministerin Lisa Paus am 2.11.22, Quelle: bmfsfj.de)

Ja, Frau Paus, das muss es! Und tatsächlich stand das Kindeswohl für sehr viele Menschen bereits in der Vergangenheit an oberster Stelle. Kleinkinder haben durch Schließung der Betreuungseinrichtungen gelitten, viele sind motorisch, sozial-emotional und sprachlich schlechter entwickelt als Gleichaltrige vor der Pandemie. Hinzu kommen zahlreiche geflüchtete Kinder, die Traumatisches verarbeiten müssen.

Danke, dass Sie als pädagogische Fachkräfte da sind und täglich so viel Wertvolles leisten! Das Titelthema dieser Ausgabe zum kindlichen Wohlbefinden leistet hoffentlich einen kleinen Beitrag zu unserem gemeinsamen Anliegen. Im Namen der Kleinstkinder-Redaktion wünsche ich Ihnen friedvolle Weihnachten und für das neue Jahr Gesundheit, Zuversicht und unbeschwerte Momente mit den Jüngsten.

Ihre

Ulrike Fetzer

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