Kreatives GestaltenIdeen für Mutter- und Vatertag

Ein Bild zum Weitermalen und ein japanisches Pflanzprojekt erfreuen Eltern und bieten ihnen ganz nebenbei Einblicke in das Kita-Leben ihrer Kinder

Ideen für Mutter und Vatertag
© Michael Fink

Das „Malt-mich-weiter“-Bild

BENÖTIGTE MATERIALIEN:

  • Malpapier (DIN A6)
  • pro Kind 2 bis 3 kleine verschließbare Döschen (z.B. aus der Drogerie)
  • eine flache Schüssel pro Farbe
  • 2 bis 3 Fingerfarben
  • Salz, Mehl, Zucker, Zitronensäure, Wasser
  • Löffel & Topf
  • evtl. Schwämme & Schere
  • Fotoapparat & Drucker
  • Geschenktüten aus Papier
SO WIRD’S GEMACHT:
Wenn Eltern von der Fachkraft ein selbst gemaltes Bild ihres Kindes geschenkt bekommen, sehen sie das Ergebnis, haben die Entstehung aber nicht miterlebt. Bei diesem Projekt ist das anders: Hier wird ein Werk verschenkt, das gleichzeitig dessen Entwicklungsprozess offenbart. Die Eltern werden zum Nachmachen eingeladen und können gleichzeitig Verständnis dafür entwickeln, wie das Bild entstanden ist.
Stellen Sie zunächst eine haltbare, preiswerte Puddingfarbe her. Dafür mischen Sie zwei Tassen Mehl, eine Tasse Zucker, eine Tasse Salz und zehn Tassen Wasser in einem Topf, lassen die Masse aufkochen und unter kräftigem Rühren fünf Minuten köcheln. Anschließend geben Sie einen Schuss Zitronensäure hinein, das macht die Farbe haltbar.
Nun teilen Sie den Pudding in zwei oder drei Portionen und färben jede davon mit einem großen Spritzer Fingerfarbe. Achten Sie darauf, Farben zu verwenden, die sich gut mischen lassen. Nun wird der Großteil der Farbe in kleine, verschließbare Döschen gefüllt, für jedes zu beschenkende Elternteil zwei oder drei Farbtöne.
Jetzt ist es an der Zeit, den Rest der Farbe gemeinsam mit den Kindern zu erkunden. Stellen Sie die Farben in flachen Schüsseln auf den Tisch und lassen Sie die Kinder mit den Fingern auf das Papier malen. Fotografieren Sie die Mädchen und Jungen dabei. Wer mag, kann die Farben auch mit zugeschnittenen Haushaltsschwämmen auf das Papier stempeln.
Sobald die Bilder getrocknet und die Fotos ausgedruckt sind, geht es an das Fertigstellen des Geschenks. Dazu verfassen Sie einen kurzen Text, in dem Sie das Rezept der Farbe aufführen und beschreiben, wie schön es sich malt, wenn man mit dem Kind am Tisch sitzt, die Finger in die Farbe tunkt oder stempelt und sich dabei etwas erzählt. Der Text könnte so beginnen: „Lust aufs Weitermalen? Unseren Kindern macht es großen Spaß, mit der cremigen Puddingfarbe zu malen. Vielleicht haben Sie Lust, es zu Hause auch zu probieren?“ Ein guter Abschluss könnte die folgende Einladung sein: „Machen Sie doch ein Foto von Ihren Kunstwerken und geben es Ihrem Kind mit in die Kita.“ Packen Sie die Farbdöschen, das bemalte Papier, das Foto und die kleine Anleitung in eine Geschenk-Tüte, die den Eltern schließlich feierlich von ihrem Kind überreicht wird.

 

Eine Kokedama für Mama & Papa

BENÖTIGTE MATERIALIEN:

  • 1 bis 2 große Mutterpflanzen, z.B. Grünlilie oder Rhipsalis
  • Torf
  • lehmhaltige Erde
  • Moosplatten
  • Baumwollgarn in Grün
  • Schere
  • ein Glas je Kind
  • eine große Schüssel
  • Untersetzer (aus Glas oder Ton)
SO WIRD’S GEMACHT:
Wenn Kinderhände lange vor Mutter- und Vatertag schütten, rühren, kneten und wickeln, entsteht mit viel Vorfreude eine Kokedama (jap. Mooskugel). Die Pflanzidee ist in Japan sehr beliebt.
Schneiden Sie mit den Kindern zunächst Ableger von den Mutterpflanzen ab und stellen Sie diese in mit Wasser gefüllte Gläser. Die Jüngsten können nun beobachten, wie die Ableger in den kommenden zwei bis drei Wochen an einem hellen Ort Wurzeln bilden. Bei Bedarf füllen sie während dieser Phase Wasser nach.
Nachdem die Ableger Wurzeln gebildet haben, kann es losgehen. In eine große Schüssel geben die Kinder vier bis fünf Hände voll Torf und genauso viel lehmhaltige Erde hinein und mischen die unterschiedlichen Erdsorten. Anschließend geben Sie etwas Wasser hinzu, damit die Kinder einen dicken Erdbrei anrühren und kneten können. Die Masse ist fertig, wenn sich feste Kugeln daraus gestalten lassen.
Nun formen die Mädchen und Jungen je eine Kugel aus der Erde und legen sie auf den Tisch. Danach drücken sie mit den Fingern von oben vorsichtig ein Loch hinein. Wenn die Vertiefung groß und tief genug ist, holen die Kinder ihren bewurzelten Ableger aus dem Glas und geben ihn in die Erdkugel. Nun drücken sie die Kugel vorsichtig zusammen, damit die Wurzeln nicht abbrechen. Anschließend schneiden sie mit Ihrer Unterstützung eine runde Form aus den Moosplatten und stellen ihren bepflanzten Erdball in die Mitte der Moosplatte. Helfen Sie ihnen nun dabei, die Moosplatte um die Kugel herumzulegen und mit dem Baumwollfaden mehrmals zu umschlingen, bis sie wie ein Mantel um den Erdballen liegt.
Stellen Sie die fertigen Kokedamas mit den Kindern auf Untersetzer. Ab jetzt braucht die Pflanze einmal wöchentlich ca. 90 bis 110 Milliliter Wasser. Dies können die Kinder mit einer langhalsigen Gießkanne in den Untersetzer geben. Dazu die Kokedama in die Hand nehmen und hochhalten, Wasser eingießen und wieder auf den Untersetzer stellen.

Tipp: Grundsätzlich eignen sich vorgezogene Ableger, kleine Pflanzen oder auch Blumenzwiebeln für eine Kokedama. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen ungiftig sind!

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