Beobachten und Dokumentieren in Zeiten der Pandemie

Kleinstkinder in Kita und Tagespflege, Editorial
© Harald Neumann, Freiburg

In den meisten Bundesländern befinden sich die Kitas nun wieder in einem eingeschränkten Normalbetrieb mit teilweise weniger Stunden und festen Gruppen. Welche Spuren der wochen- bzw. monatelange Wegfall vertrauter Rituale, entwicklungsfördernder Maßnahmen und die stark reduzierten Kontakte zu anderen Kindern bei den Jüngsten hinterlassen haben, werden Sie in nächster Zeit beobachten müssen. Dass viele Kinder nach einer längeren Phase der Abwesenheit wieder regelmäßig am Kita-Alltag teilnehmen, ermöglicht es Ihnen, deren Entwicklung wieder kontinuierlich zu beurteilen, um eventuelle Problemlagen aufzudecken und professionell darauf zu reagieren.

Dabei gilt der pädagogische Grundsatz: Beobachtungen sollten immer mehr als eine reine Bestandsaufnahme sein. Beobachtung und Dokumentation sind auch Formen der Beachtung von Kindern. Sie geben Ihnen als pädagogische Fachkraft die Möglichkeit, vielfältige Informationen und Eindrücke zu erfassen, die in Anbetracht dieser ungewöhnlichen Zeiten von umso größerer Bedeutung sind: Gerade jetzt gilt es, den Kindern eine wohltuende Stabilität und Sicherheit zu bieten und auch in Hinblick auf die Themen Kindeswohl und Kinderschutz maximal sensibel und aufmerksam zu sein.

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