Situationsorientierter Ansatz (SOA)

"Der SOA nach Armin Krenz sieht sich als eigenständiger Ansatz (Krenz 2004). Ziel des SOA ist, dass Kinder Lebensereignisse und erlebte Situationen nacherleben, verstehen und aufarbeiten, um ihr gegenwärtiges Leben verstehen und praktische Situationen bewältigen zu können. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Erlebnisse der Kinder. Die Kinder sollen lebenspraktische Kompetenzen aufbauen und erweitern, ihre Erfahrungshorizonte vergrößern, ihre Selbstständigkeit weiterentwickeln und sich als Teil ihrer Umwelt verstehen.

In der praktischen Arbeit soll sich der SOA in einer sog. Schrittfolge vollziehen:

  1. Vergegenwärtigung der Lebensbereiche der Kinder und ihres Umfeldes
  2. Sammlung von Situationen
  3. Analyse der Situationen und ihrer Zusammenhänge
  4. Auswahl von Situationen
  5. Planung eines Projekts mit den Kindern
  6. gemeinsame Durchführung des Projekts
  7. Auswertung des Projekts.

Das Lernen der Kinder soll handlungs- und erfahrungsbezogen stattfinden, und zwar indem die Situationen mit den verschiedenen Lebensbereichen (z. B. Familie, Technik, Natur, Religion) vernetzt werden.

Das Bild vom Kind: Das Kind ist ein kompetentes Wesen, das sich in der Auseinandersetzung mit der Umwelt entwickelt. Aufgabe der Erzieherin: Sie begleitet die Entwicklung der Kinder, erarbeitet mit den Kindern Ideen, schafft Handlungsfreiräume, ist neugierig, hat eine positive Grundhaltung, richtet den Blick auf das Gemeinwesen."