Eucharistische Dank-Andacht

Hinweise: Geeignet als Dankandacht nach dem Fest der Erstkommunion. Empfehlenswert ist die Leitung durch den Ortspriester. Aber auch ein beauftragter Laie kann die Leitung übernehmen. Deshalb wird der Ablauf ausführlich beschrieben. Schön ist es, wenn der Katechet/die Katechetin, der/die die Kommunionvorbereitung leitet, die Erklärungen zum Ablauf der Andacht übernimmt. Material: (Altar evtl. noch ganz leer), weiße Altardecke, Kerzen, Blumen, Monstranz, (Schultervelum)

Eingangslied: GL 266 oder 267

Gl: Liturgische Begrüßung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. - Alle: Amen.

oder

Der Name des Herrn sei gepriesen.- Alle: Von nun an bis in Ewigkeit.

Kat: Einführung

Wir haben gemeinsam eure erste heilige Kommunion gefeiert. Der Priester hat in der Wandlung die dünnen Brotscheiben in Jesu Leib verwandelt. Wir glauben, dass Jesus selbst in diesem verwandelten Brot da ist. Dieses verwandelte Brot nennen wir Hostien. Die übrig gebliebenen Hostien bewahren wir in einem kostbaren Schrank auf. Sicher siehst du ihn hier in der Kirche. Er ist ganz aus Gold und mit Edelsteinen geschmückt. Kinder zeigen auf den Tabernakel. Es hat einen ausländischen Namen, auf Deutsch bedeutet es soviel wie Zelt. Kinder: Tabernakel. Es gibt hier in der Kirche auch etwas, das uns anzeigt, dass in unserem Tabernakel Jesus selbst im heiligen Brot anwesend ist. Schaut mal in der Nähe des Tabernakels. Kinder: das rote Licht, das ewige Licht. Das ewige Licht brennt Tag und Nacht. Unser Küster/unsere Messnerin Herr/Frau … sorgt dafür, dass es niemals ausgeht.

Bevor wir nun die Hostie, in der Jesus selbst anwesend ist, auf den Altar stellen, wollen wir unseren Altar, das ist der Tisch in unserer Mitte, festlich schmücken. (Es kann auch nur der fertig geschmückte Altar betrachtet werden. Dazu kommen die Kinder nach vorne zum Altar.) Bei einem Fest richten wir auch zu Hause unseren Tisch festlich her. Dir fällt sicher einiges ein, was zu einem festlich geschmückten Tisch gehört. Kinder: Tischdecke, Kerzen, Blumen. Kinder legen die Gegenstände jeweils auf den Altar.

Auf unseren Altar gehört auch noch ein Kreuz. Es erinnert uns an Jesu Tod am Kreuz. Kreuz wird auf den Altar gelegt.

Nun ist unser Tisch in der Kirche, der Altar, soweit vorbereitet, dass wir Jesus selbst in dem verwandelten Brot in unsere Mitte bringen können. Wir legen die Hostie nicht einfach auf unseren Altar. Dafür haben wir die Monstranz, die uns unser Küster/unsere Mesnerin nun bringt. Monstranz wird gebracht und auf den Altar gestellt. Monstranz kommt aus dem Lateinischen und heißt zu deutsch: zeigen. Denn, wenn wir die Hostie in die Monstranz stellen, kann jeder das heilige Brot sehen. Die Monstranz zeigt uns Jesus im verwandelten Brot. Verehren wir nun den Altar mit einer tiefen Verneigung. GL, Ministranten und Kinder machen eine Verneigung vor dem Altar.

Übertragung des Altarsakraments

Kat: Weil uns das heilige Brot so kostbar ist, wollen wir es nun in einer feierlichen Prozession aus dem Tabernakel holen und zum Altar bringen. Deshalb tragen die Ministranten Kerzen und Weihrauch mit. Ihr Kinder dürft auch mit zum Tabernakel kommen und bei unserer Prozession mitmachen.

GL, Ministranten und Kinder ziehen in einer Prozession zum Tabernakel, dabei kann feierliche Orgelmusik oder ein Sakramentslied gesungen werden, z.B.: GL 546; 544. Vor dem Tabernakel machen alle eine Kniebeuge. GL nimmt die Custodia mit dem Allerheiligsten aus dem Tabernakel. Er/sie trägt die Custodia, begleitet von Ministranten und Kindern, zum Altar und fügt die Hostie in die Monstranz.

Einleitung zur Schriftlesung

Kat: Hören wir, wie uns die Bibel vom letzten Abendmahl erzählt. Dort hat Jesus Brot und Wein verwandelt. Dies wiederholen wir bis heute in jeder Eucharistiefeier.

Gl: Schriftlesung: 1 Kor 11,23-26

(oder Mt 26,26-28; Mk 14,22-24; Lk 22,19-20)

Gestaltung der Anbetung

Gl: Nun wollen wir in einem Moment der Stille Jesus danken, dass er sich im heiligen Brot uns selbst schenkt. Immer wieder sind wir dazu eingeladen, dieses Geheimnis zu seinem Gedächtnis zu feiern. Knien wir uns vor die Monstranz und beten eine Minute im Stillen.

GL: und Ministranten knien vor dem Altar, wenn genügend Platz ist auch die Kinder, ansonsten gehen die Kinder in die ersten Kirchenbänke.

Weihrauch-Spende

Gl: Unsere Bitten und unseren Dank bringen wir zu Jesus: Wie Weihrauch steige unser Gebet zu ihm auf.

GL: legt Weihrauch ein und inzensiert das Allerheiligste Sakrament. Dazu singt Kantor/Alle die Antiphon:

Kan: Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf, Herr, du mein Gott.

(vgl. Wort-Gottes-Feier, S.197) oder anderer passender Liedruf

Gl: Wer möchte, darf jetzt ein Weihrauchkorn in das Rauchfass einlegen und Jesus danke sagen oder eine Bitte nennen.

Kinder legen jeweils ein Weihrauchkorn ein und nennen ihr Gebet (entweder frei formuliert oder auf Zetteln vorbereitet):

Kinder: Danke Jesus, dass wir heute Erstkommunion feiern durften.

Danke Jesus für alle, die uns auf unserem Weg zu unserer Erstkommunion begleiten/begleitet haben.(Hier können auch einzelne Personen genannt werden.)

Danke Jesus für das schöne Fest, das wir heute feiern durften.

Danke Jesus für meine Eltern und Geschwister.

Bitte Jesus, hilf uns, dass wir immer an dich denken.

Bitte Jesus, lass uns in der Hostie, die wir immer wieder empfangen dürfen, deine Nähe spüren.

Bitte Jesus, führe alle Menschen zu dir.

Bitte Jesus, stärke die Armen und Kranken.

Gl: Unser Dank und unsere Bitten vereinen sich in einem großen Gebet. Lasst uns zu Gott, unserem Vater im Himmel, beten, wie Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vaterunser

Schlussgebet

Herr Jesus Christus, du hast mit deinen Freunden Abendmahl gefeiert und Brot und Wein verwandelt. Du zeigst dich uns auch heute in dem Brot, in dem du selbst anwesend bist. Festige uns in unserer Gemeinschaft zu dir. Auf deine Liebe vertrauen wir heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Lobpreis des Altarsakramentes

Gl: Hochgelobt und gebenedeit sei der Herr im allerheiligsten Sakrament.

Alle: Von nun an bis in Ewigkeit.

Eucharistischer Gesang: GL 542

Sakramentaler Segen / Segensbitte

Gl: Wenn ein Diakon die Anbetungsstunde leitet, legt er das Schultervelum an und macht eine Kniebeuge. Dann segnet er schweigend die Gläubigen mit der Monstranz.

Leitet ein Laie die Andacht, so wird der sakramentale Segen nicht erteilt. Er/sie kniet vor dem Allerheiligsten, bekreuzigt sich und spricht dabei die Segensbitte:

Jesus schenkt sich uns im heiligen Brot. Heute durften es unsere Kommunionkinder zum ersten Mal empfangen. Jesus sei uns und unseren Kommunionkindern immer nahe. Dazu segne uns Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Reposition

GL nimmt die Hostie aus der Monstranz und gibt sie in die Custodia. Dann trägt er/sie die Custodia mit dem Allerheiligsten (begleitet von Ministranten und evtl. den Kindern) zum Tabernakel, macht eine Kniebeuge und schließt den Tabernakel.

Anschließend kehrt GL zur Schlussreverenz zum Altar zurück.

Danklied zum Abschluss: GL 638

Maria Garsky

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