Anzeige
Anzeige: Dokulino

2/2014Voll in Fahrt

Inhalt

Ein gelbes Dreirad, ein orangefarbenes und gelbes Kettcar, ein orangefarbener Roller und mein erstes Fahrrad - das war blau! Mit diesem Gerätefuhrpark bin ich auf der Straße vor unserem Haus aufgewachsen. Die Kettcars und der Roller kamen allerdings nicht aus meiner, sondern von der wohlsituierten Nachbarsfamilie. Besonders gut erinnere ich mich an das Gefühl der Beschleunigung, den Fahrtwind und die zunehmende Geschwindigkeit mit dem Kettcar und Roller. Das schnelle Vorantreiben, das in mir große Zufriedenheit und Freude hervorrief. Ebenso an das Gefühl ohne die haltende Hand meiner Mutter besser Fahrrad zu fahren und die Balance selbst halten zu können. Noch heute fahre ich leidenschaftlich gern mit meinem Fahrrad durch die Stadt (s. Illustration), zur Arbeit, zum Einkaufen usw. und spüre beim schnellen Fahren gern den (lauen) Wind.

Heute aufwachsende Kinder - vor allen Dingen in Städten und Ballungsgebieten - haben zunehmend weniger Möglichkeiten, solche Erfahrungen und Gefühle zu sammeln, sich draußen zu bewegen und schon gar nicht mit Fahrgeräten die Umgebung zu erkunden. Traurig, dass gerade in einer zunehmend mobiler werdenden Gesellschaft Kinder nicht mehr auf der Straße Dreirad, Roller und Co. fahren können. Kitas kommt hier in meinen Augen ein besonderer Auftrag zu: Sie sollten Kindern eine Mobilitätserziehung bieten, innerhalb derer sie eine Vielfalt an Fahr- oder Bewegungsgeräten selbstbestimmt erobern können. So wie es unser Autor und Sportpädagoge Rudolf Lensing-Conrady (Psychomotorik Bonn e. V.) auf Seite 6 empfiehlt.

Mit einem herzlichen Gruß
Monika Janzer

Downloads

Anzeige: Kindergarten Heute: Jobportal