ihre postLeserbriefe

Heiße Luft

Zur Bildnachricht „Demokratisch vereint“

Wieso rufen die Kirchen nur „mancherorts“ zu Protesten gegen rechts auf? Wieso nicht überall? Wieso findet man sie nicht an der Spitze dieser Bewegung? Harmlos und leise treten sie auf. Ja nicht auffallen, es könnte ja Ärger von innen geben. Und tatsächlich: In unserem dörflichen Milieu hier gilt vom Eindruck her, je katholischer, desto eher AfD-Wähler. Und da passiert von kirchlicher Seite nichts! Nicht die Spur einer Entrüstung, geschweige denn eines Aufschreis. Einmal in der Woche „Rosenkranz für den Frieden“ mit einigen älteren Damen. Wen will man damit beeindrucken und wozu bewegen? Wo bleiben heute die „Kirchenfürsten“ mitsamt den Gläubigen, die vielstimmig, aber unisono zu den Protesten aufrufen müssten?

Egon Weiß, Fraunberg

Mit einer vereinfachenden und radikalen Botschaft lassen die Strategen der AfD ihre populistischen Ballons voll heißer Luft aufsteigen und knüpfen als vermeintlichen Nachweis der Wählbarkeit rasch noch das Fähnchen „Christen in der AfD“ mit an den Faden. Was etablierte konservative Parteien an Themen zu Boden fallen lassen, die AfD hebt es allzu gerne auf, um damit ihr Menü auch für noch skeptische und unschlüssige Christen schmackhafter zu gestalten. Doch spätestens die unmissverständliche Botschaft der Abgrenzung mit Unwörtern wie „Remigration“ oder „Dexit“ sollte jedem Christen zu denken geben.

Joachim Kretschmann, Villingen-Schwenningen

Fragen bleiben

Zum Kommentar „Gott weint“

Es ist gut, dass der Artikel mit mehreren Fragen beginnt und diese Fragen auch ins Heute führen. Niemand kann sagen, wie er sich damals verhalten hätte. Elie Wiesel weist in seiner Autobiographie Alle Flüsse fließen ins Meer darauf hin, dass der Großteil der Täter in Auschwitz getaufte Christen waren. Jahre zuvor schon hat er den Satz geprägt: „Der nachdenkliche Christ weiß, dass in Auschwitz nicht das jüdische Volk gestorben ist, sondern das Christentum.“ Eine verstörende Aussage, die weiterhin bedacht werden darf und muss!

Klaus Friedrich, Friedrichshafen

Ein Rufer

Zum Artikel „Weder Sie noch sonst eine Macht...“

Danke für die Erinnerung an Pastor Martin Niemöller, den Gründer der Bekennenden Kirche. Ich bin im Besitz einer Abschrift eines liebevoll gehaltenen Schreibens, verfasst von Michael Höck, seinem Mithäftling im Dachauer KZ und späteren Regens und Rektor am Domberg in Freising. Er bezeichnet Niemöller darin als die Stimme eines Rufenden in der Wüste.

Irmtrud Schlecht, Nürnberg

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