Alles gesagt, gesehen?

Beten fällt schwer, wenn man nicht recht weiß, wie man beten soll. Um beten zu können, müssen wir lernen zu schweigen. Das heißt, wir müssen uns bemühen, unsere Augen und unsere Zunge zum Schweigen zu bringen. Wenn unsere Zunge schweigt, werden wir vieles lernen: Wir werden lernen, mit Christus zu sprechen, im Zusammensein mit ihm werden wir eine neue Freude erfahren, und wir werden entdecken, dass wir ihm vieles zu sagen haben.

Das „Schweigen unserer Augen“ hilft uns, Gott zu sehen. Unsere Augen sind wie Fenster, durch die entweder Christus oder die Welt in unser Herz gelangt. Oft erfordert es Mut und Entschiedenheit, nicht alles anzuschauen. Manchmal denken wir im Nachhinein: „Hätte ich mir das doch nicht angesehen!“ Und doch geben wir uns so wenig Mühe, nicht alles sehen zu wollen.

Mutter Teresa in: „,Ich bin Gottes Bleistift‘. Die schönsten Texte für jeden Tag“. Hg. von Angelo Devananda (Verlag Neue Stadt, München 2021)

Anzeige: Gottes starke Töchter. Frauen und Ämter im Katholizismus weltweit. Hg: Julia Knop

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