Annäherungen an einen zeitgemäßen Begriff christlicher SpiritualitätVon Innen her verkosten

„Spiritualität ist ein Containerbegriff für spätmoderne Religiosität.“ Diese These von Thomas Klie (in: Evelyn Finger, Die Renaissance der Unvernunft, in: ZEIT 21/16.5.2013) hat in den letzten Jahren eine steile Karriere gemacht. Offenkundig stimmt sie mit unserer Erfahrung gut zusammen: Das autonome Subjekt der Moderne entscheidet selbst, was es in seinen spirituellen Handwerkskasten hineinlegt.

Fazit

Spiritualität als geisterfüllter Umgang mit der Wirklichkeit befähigt zur Begegnung mit und Gestaltung von Wirklichkeit. Dazu braucht sie als Koordinatensystem keine Dogmen, wohl aber eine stabile Deutung heilvoller Grunderfahrungen des eigenen oder eines anderen Lebens. Um dauerhaft lebensfähig zu sein, muss sich Spiritualität in verschiedenen Grundhaltungen sowie einer stimmigen Lebensgestalt ausprägen. Bei aller Pluralität moderner Spiritualitäten ist ihr dabei eine Rückbindung an Gemeinschaft hilfreich.

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