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Über diese Ausgabe

Editorial

Artikel

  • Plus S. 243-251

    Freigabe der SuizidbeihilfeZu erwartende Entwicklungen aus moraltheologischer und psychologischer Sicht

    In den allermeisten Fällen ist Suizid keineswegs ein Akt freier, entschlossener Selbstbestimmung, schreibt Rupert Grill. Anlässlich der jüngsten Entscheidung auch des österreichischen Verfassungsgerichtshofs, die Gesetzgebung für die Inanspruchnahme von Suizidassistenz zu öffnen, beleuchtet er das Thema interdisziplinär und auch aus psychologischer Sicht. Grill lehrt am Institut für Systematische Theologie und Ethik der Universität Wien.

  • Plus S. 253-261

    Ewige Ruhe oder lebendige Gegenwart?Mögliche Lehren aus der Krise des alteuropäischen Friedhofs

    Bestattungsriten befinden sich im Wandel, christliche Symbole rücken in den Hintergrund. Mit dem Verschwinden religiöser Bezüge aber werden die Fragen von Vergänglichkeit, Tod und Transzendenz verdrängt. Eckhard Frick SJ ist Psychiater und Psychoanalytiker sowie Professor für Anthropologische Psychologie an der Hochschule für Philosophie in München. Seit 2015 leitet er die Forschungsstelle „Spiritual Care“ an der Klinik für Psychotherapie am „Klinikum rechts der Isar“ der TU München.

  • Gratis S. 263-272

    Gesundheitsversorgung in DeutschlandHerausgefordert durch die Pandemie

    Die Pandemie zeigt viele Schwachstellen in der Gesundheitsversorgung auf – teilweise bestehen sie schon lange. Wo ist unser in Deutschland ausgebautes System zudem neu herausgefordert? Welche ökonomischen und ethischen Fragen stellen sich aktuell? Astrid Selder ist Professorin für Gesundheitsökonomie und Dekanin der Fakultät „Soziales und Gesundheit“ an der Hochschule Kempten.

  • Plus S. 275-284

    AlbanienWie Korruption den Wiederaufbau behindert

    Albanien ist in Westeuropa wenig bekannt, wenngleich der Tourismus stetig zunimmt. Am 21. April stehen dort Parlamentswahlen an, die – natürlich neben Corona – auch von der hohen Jugendarbeitslosigkeit, mangelnden Grundrechten und Korruption bestimmt sind. Die Korruption wird vor allem im schleppenden und mancherorts gänzlich ausbleibendem Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben Ende 2019 offensichtlich. Axel Bödefeld SJ bereiste die betroffenen Regionen und schildert seine Eindrücke.

  • Plus S. 285-291

    Befreiung und GemeinschaftTheodor Steinbüchels sittliche Idee des Sozialismus

    Gegen das egoistische Ethos des Kapitalismus hob Theodor Steinbüchel 1921 das Ethos einer solidarischen Gemeinschaft des Sozialismus hervor, in dem das Ideal der christlichen Sozialethik und die sittliche Idee des Sozialismus konvergieren. Benno Haunhorst zeichnet das Werk Steinbüchels vor dem Hintergrund des Marxismus und der Katholischen Soziallehre nach und benennt Konflikte. Der Autor unterrichtete Mathematik und Religion und wirkt nun als Publizist zu sozialethischen Themen.

  • Plus S. 293-301

    Der heilige Doktor von MoskauFjodor Dostojewski und der alte General

    Nicht im Verbrecher als solchem, sondern im kalten Herzen sieht Dostojewski, dessen 200. Geburtstag wir in diesem Jahr feiern, den tiefsten Abgrund des Bösen. Viele seiner Figuren verhelfen den „Unglücklichen“ durch barmherziges Beispiel, ihre Seele zu rühren und zu bereichern, so auch der „General“ im Roman „Der Idiot“. Klaus Mertes SJ, Redakteur dieser Zeitschrift, erkennt in dieser Figur die historische Person des deutschen Arztes Friedrich Joseph Haass, der bis heute in Russland verehrt wird.

  • Plus S. 302-313

    Reformen in der KircheAkteure, Erfolg und Leitideen

    Was zeichnet Reformen als solche aus, und wer sind ihre Initiatoren und Gegner? Klaus Schatz SJ untersucht das Phänomen der Reformen in der abendländischen Kirchengeschichte. Dabei unterscheidet er zwischen sieben Motivationen im Spannungsfeld von Papsttum, Kurie, Konzil und Reformern. Der Autor ist emeritierter Kirchenhistoriker in Frankfurt am Main, Sankt Georgen.

Rezensionen

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