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Anzeige: Das Geheimnis des Galiläers

Über diese Ausgabe

Editorial

Artikel

  • Plus S. 93-102

    Geistlicher MissbrauchTheologische Anmerkungen

    Wenn Macht in geistlichen Gemeinschaften und in Orden missbraucht wird: Neben sexuellem ist auch der „geistliche Missbrauch“ ein schwerwiegendes Problem nicht nur, aber auch im kirchlichen Umfeld. Klaus Mertes SJ betrachtet die theologischen Hinter- und Abgründe, die sich auftun, wenn Menschen beanspruchen, erkennen und anderen Menschen sagen zu können, was Gott von ihnen will. Im Zentrum des geistlichen Missbrauchs steht die Suspension des Ethischen durch das Religiöse, durch die totalitäre Ansprüche legitimiert werden.

  • Plus S. 107-117

    Leid und LeidenschaftJohann Sebastian Bachs Johannespassion und die Ökumene der Märtyrer

    Robert Schumann nennt sie „kühn, gewaltig,poetisch, genial“: die Johannespassion von Bach. Das Werk bietet vielen Hörern und Zuschauern seit jeher eine spürbare Ahnung von Transzendenz. Moderne Aufführungen verbinden den musikalisch vollzogenen Leidensweg Jesu zu einer Collage mit modernen Topoi, etwa dem Widerstand gegen das NS-Regime durch die Märtyrer Alfred Delp SJ und James Graf von Moltke. Professor Meinrad Walter, stellvertretender Leiter im Amt für Kirchenmusik der Erzdiözese Freiburg und Diözesanbeauftragter für das „Gotteslob“, liefert historische Hintergründe und analysiert das beliebte Werk aus neuer Perspektive.

  • Plus S. 121-132

    Ein neuer HiobSchuld und Rettung in Goethes Faust

    Goethe hat die Figur des Faust nicht erfunden. Vor ihm haben sich viele Schriftsteller diesem Stoff gewidmet, unter ihnen zum Beispiel Lessing. Goethes Faust ist allerdings der erste, der nicht der ewigen Verdammnis anheim fällt, sondern ins Himmelreich gelangt. Hans Maier, bayerischer Kultusminister a.D. und langjähriger Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, erklärt die soteriologischen Zusammenhänge in Goethes Faustversion, die immerhin „3000 Jahre Menschheitsgeschichte um-fasst“ (Thomas Mann).

  • Plus S. 145-153

    Russland und der WestenKulturelle Wurzeln einer Konfrontation

    Was heute zwischen dem Westen und Russland passiert, wird bisweilen als “neuer Kalter Krieg” bezeichnet. Auch wer den Begriff bestreitet, wird nicht leugnen, dass zwischen beiden Akteuren “Eiszeit” herrscht. Was ist der Grund dafür? Geht es nur um Interessensausgleich und um Machtansprüche, oder liegen die Probleme tiefer? Stehen, genau wie in der Zeit des “Kalten Krieges”, ideologische Widersprüche im Zentrum? Vladimir Pachkov SJ doziert am Thomas-von-Aquin-Institut in Moskau.

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