EditorialFlüstern

Ehrfurcht lernen in den Bergen: Wie die Natur unsere Perspektive weitet

Warum flüsterst du?“, fragt mich mein Sohn. Gerade haben wir nach einer 40-minütigen Wanderung die Klippen von Étretat erreicht. Der Anblick ist so atemberaubend, dass ich – ohne es zu merken – die Stimme gesenkt habe. Staunen, Ehrfurcht stellen sich angesichts dieses Wunders der Schöpfung ein. Von der „Botschaft der Berge“ hat der Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher gesprochen. Und ich meine, selbst die vielen, die vermeintlich nur aus Schaulust hierherkommen, spüren etwas davon.

Dieser „Gottesbeweis“ hat mir in unseren Ferien im nordwestlichsten Zipfel Frankreichs die meiste Kraft gegeben. Hinzu kamen viele Eindrücke, die nur schwer zusammenzudenken sind. Welch kulturelles, auch ausdrücklich kirchliches Erbe gibt es hier! Dann diese geschichtliche Prägung durch die Landung und den unermesslichen Blutzoll der Alliierten! „Hier wurde die Freiheit gewonnen“, sagt man in Caen – verbunden mit vielen Verweisen auf die Gegenwart. Und in dieser so „aufgeladenen“ Gegend leben Menschen heute einfach ihr Leben – je eigen ... Um unterschiedliche Perspektiven, etwa bei unserem Gottesbild, geht es auch in dieser Ausgabe (vgl. S. 3).

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