EditorialMit Geschichte

Ein Satz von Israels Präsident Isaac Herzog lässt aufhorchen.

Auf Fortschritt und Zukunft ausgerichtet zu sein, ist wichtig. Aber diese Haltung wird nur dann nachhaltig Früchte tragen, wenn zu ihr auch ein angemessenes Geschichtsbewusstsein kommt. Auf diesen Zusammenhang hat Israels Präsident Isaac Herzog in seiner großen Rede im Bundestag hingewiesen. Dass Deutschland heute auf so vielen Gebieten erfolgreich ist, habe wesentlich mit seiner Verpflichtung der Vergangenheit gegenüber zu tun, sagte er. Diesen Satz habe ich in den Nachrichten gehört, er hat mich aufhorchen lassen und dazu gebracht, die gesamte Ansprache nachzuhören. Es hat sich gelohnt.

Die Orientierung auf das Kommende hin, verbunden mit der Kraft der Erinnerung – theologisch gesprochen: Vergegenwärtigung –, das feiern wir in jedem Gottesdienst. Und es prägt auch diese CIG-Ausgabe. Wir fragen etwa, was wir von dem Religionskritiker Ludwig Feuerbach noch lernen können. Oder danach, was uns der „33-Tage-Papst“ Johannes Paul I. hinterlassen hat. Und wir überlegen: Lässt sich aus einem so traditionellen Fest wie dem Gedächtnis der Schmerzen Mariens eine positive Botschaft für heute ableiten?

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