Regina Nagel

Regina Nagel geboren 1961, Gemeindereferentin in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, ist Chefredakteurin der Verbandszeitschrift des Gemeindereferentinnen-Bundesverbands „das magazin“, Delegierte für den Synodalen Weg und Buchautorin.

Was empfinden Sie als Ihre Stärke?
Kritisch und faktenorientiert zu sein, um so seriös entscheiden oder beraten zu können.

Was stört Sie an sich selbst?
Wenn ich zu wenig wahrnehme, was jetzt gerade wichtig wäre – zu tun, zu sagen oder zu lassen.

Welche Eigenschaft schätzen Sie bei anderen Menschen?
Klugheit, Nähe-Distanz-Kompetenz und Humor.

Welche Eigenschaft stört Sie bei anderen Menschen?
Faktenresistenz, Fundamentalismus aller Art und Respektlosigkeit.

Wer hat Sie stark beeinflusst?
Ich bin in Familie und Schule (Mädchengymnasium) in einer Art positivem Matriarchat aufgewachsen.

Welcher Theologe fasziniert Sie?
Theolog/-innen, die ohne Lehramtsscheuklappen wissenschaftlich arbeiten – z.B. Hubert Wolf.

Welche Bibelstelle gibt Ihnen (heute) Kraft für den Alltag?
„Alles aber prüft; was gut daran ist, behaltet.“ (1Thess 5,21, übersetzt von Fridolin Stier)

Was ärgert Sie an der Kirche?
Wenn Reformorientierte glauben, man könne das System reparieren, ohne sich gegen das Fragwürdige in den Grundlagen klar abzugrenzen.

Was wünschen Sie der Kirche?
Mut, sich gegen alle innerkirchlichen Ideologien, Strömungen, Gruppen und Personen zu positionieren, die Machtmissbrauch praktizieren und unterstützen.

Was wünschen Sie sich von der Kirche?
Dass sie Missbrauchs- und Vertuschungsstrukturen radikal abschafft, ohne Rücksicht auf Selbsterhaltungswünsche.

In welchen Momenten empfinden Sie tiefes Glück?
Wenn mir bewusst ist, dass mir ein anderer Mensch als Organspender/-in ein zweites Leben geschenkt hat (Herz).

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Es ist, wie es ist (mein erster Gedanke als ich erfuhr, dass ich ein neues Herz brauche).

Für welche Hobbys nehmen Sie sich Zeit?
Für meine Aufgabe als verantwortliche Redakteurin unserer Verbandszeitschrift. Dass ich selbst gern und viel lese und bisweilen auch schreibe, z. B. Kinderbücher, passt gut dazu. Ich hoffe, ich kann irgendwann auch mal wieder reisen.

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?
Da kann ich mich nicht festlegen, aber mir gefallen z. B. Romane von Rafik Schami und Gedichte von Hilde Domin.

Welche Musik bevorzugen Sie?
Musik, die die Stimmung aufhellt – gerne Klassik, aber auch vieles andere.

Von welchem Leben träumen Sie heimlich?
Ich bedauere, dass ich zunächst durch jahrelange Krankheit und nun wegen Corona meinen Nichten bisher kaum etwas von der Welt zeigen konnte.

Was möchten Sie im Leben erreichen?
Vor Jahren sagte ich bei der Frage gern: „Eine alte, weise Frau werden.“ Was das „alt“ anbelangt, bin ich schon mal auf einem guten Weg.

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