Anzeige: Warum ich an Gott glaube von Gerhard Lohfink
Anzeiger für die Seelsorge 6/2021

Über diese Ausgabe

Schwerpunkt

  • Gratis S. 5-9

    Zum 50-Jährigen einer DebatteViri probati

    Über die Weihe von „Viri probati“ zu sprechen ist alles andere als neu. 1970 schrieb Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedixt XVI. im Blick auf die Kirche im Jahre 2000: „Die Kirche der Zukunft wird [...] auch gewisse neue Formen des Amtes kennen und bewährte Christen, die im Beruf stehen, zu Priestern weihen“ (J. Ratzinger, Glaube und Zukunft, München 1970, S. 123). Die Frage, ob man nicht – ohne Aufhebung der sonst geltenden Zölibatsverpflichtung auch verheiratete, „bewährte“ Männer zu Priestern weihen könnte, war schon vor einem halben Jahrhundert drängend und blieb doch wie andere Fragen seit über 50 Jahren unbeantwortet.

  • Plus S. 11-15

    Ekklesiologische Rahmenbedingungen – von drinnen nach draußenAmtstheologische Zukunftsmusik, nicht nur im Blick auf Viri probati

    Weil jede Amtstheologie dogmatisch gesehen immer in Abhängigkeit zur Ekklesiologie steht, „sind die Ämter darum auch von ekklesialen Notwendigkeiten her zu bestimmen. In diesem Sinne ist die Amtstheologie durchaus funktional anzusetzen: Amtsträger ‚fungieren‘ für die der Kirche eigenen und notwendigen Lebensvollzüge“ (Eva Maria Faber). Der Rahmen jeder stimmigen katholischen Amtstheologie ist daher in der Ekklesiologie des Zweiten Vatikanischen Konzils zu suchen.

  • Plus S. 16-20

    Wann, wenn nicht jetztKontextuelle Pastoral

    Wichtig ist mir seit Jahren, dass die Theologie kontextuell arbeitet, das heißt: dass sie nicht gleichsam zeitlos agiert, sondern sich immer auf die konkreten Menschen einlässt, an die die Theologie sich wendet, und damit auf Zeit und Raum, in denen sie leben. Fast noch wichtiger erscheint mir inzwischen aber, dass sich auch die kirchliche Praxis, die Pastoral bewusster und intensiver kontextuell einstellt.

  • Plus S. 21-25

    Erfahrungen aus Südafrika tragen zur Diskussion um probate Personen beiWer ist hier eigentlich „probat“?

    Mit schwindelerregender Geschwindigkeit laufen Leute, nicht erst seit der Corona-Krise, frustriert der Kirche davon. Atemberaubend, dass seit Jahrzehnten vorgetragene Lösungen für die Krise in der sonntäglichen Feier der Eucharistie nicht mehr Beachtung finden. Spreche ich mit Schwestern oder Gemeindegliedern, höre ich von der Sehnsucht, in der Eucharistie die Einheit mit Christus zu erfahren. Und ich höre von Initiativen, die Dinge in die eigene Hand nehmen. Das Potential zeugt von Resourcen. Sie erinnern mich an Erfahrungen, die ich im südafrikanischen Kontext gemacht habe. Sie können ermutigend zur Diskussion um probate Personen beitragen.

Impulse

Im Blick

  • Plus S. 32-39

    Dem christlichen Glauben mit den Sinnen begegnenDie Sinne verwandeln

    Pfingsten vollendet Ostern. Schon die Symbolzahl „40“ bedeutet Vollendung; der „50. Tag“, Pentekoste, meint von daher Überfülle, Übermaß, Verschwendung gar – mehr geht wirklich nicht. So sehr liebst Du, Gott, Deine wunderschöne Schöpfung, dass Du alles neu machst.

  • Plus S. 40-41

    Zur Rede von einer zunehmend priesterlosen KircheKirche neu denken

    Es sei Ostern in der Corona-Krise ein Test für die Zukunft einer zunehmend priesterlosen Kirche, schreibt Markus Vogt. Dem etwas unbedarften Reden von der „Priesterlosigkeit“ entgegen erinnert Stephan Schmid-Keiser an die Aufforderungen von Alois Müller (1924–1991) zu einem neuen Verständnis von Kirche.

Inspirierte Seelsorge

Autorinnen und Autoren

Priester sein

Priester sein

Prister sind zu einem besonderen Dienst in der Kirche berufen. Ihre Aufgaben erstrecken sich über Liturgie, Seelsorge und Verwaltung.