Über diese Ausgabe

Schwerpunkt

  • Plus S. 5-7

    Depressionen sind therapierbarDas Gute am Schlechten

    Im März kündigt sich das Frühjahr an. Nach Monaten der Dunkelheit lässt sich die Sonne wieder sehen – die Tage werden länger. Doch vielen stecken noch die Monate in den Knochen, in denen dem Körper schlicht zu wenig Vitamin D zur Verfügung stand. Ein Mangel dieses Vitamins, dessen menschlicher Bedarf zu 90 Prozent mithilfe des Lichts der Sonne im Körper gebildet wird, raubt vielen Menschen ihre Vitalität. Das Phänomen, das sich einstellt, reicht von Melancholie über depressive Verstimmung bis hin zu einer behandlungsbedürftigen Depression und ist gerade Seelsorgern, die gelernt haben, für psychische Stimmungen sensibel zu sein, nicht fremd. In ihrer pastoralen Praxis, vielleicht aber auch im eigenen Lebenskontext, begegnen Seelsorgern diese Schattierungen der Niedergeschlagenheit. Und auch der Bibel sind diese depressiven Stimmungen nicht unbekannt. Die Schwerpunktbeiträge verstehen sich in diesem Monat als ein Angebot zum Auf-Leben: Sie laden dazu ein, sich dem Phänomen der Niedergeschlagenheit zu stellen und ihm trotz einer dominanten Leistungs- und Spaßkultur zu trauen, wobei gerade für Seelsorger ein differenzierender Blick wichtig ist: zwischen einer melancholisch- niedergeschlagenen Stimmung und einer eventuell behandlungsbedürftigen Depression.

  • Plus S. 9-13

    Gott als Ursache von depressivem Verhalten und zugleich letzte HoffnungHeilung von Depressionen in der Bibel?

    In der Bibel wird nie die Diagnose „Depression“ gestellt. Ob unter den Kranken, die Jesus aus Mitleid oder wegen ihres Vertrauens in seine Vollmacht geheilt hat, Depressive waren, wissen wir nicht. Im Alten Testament werden von manchen Menschen jedoch Verhaltensweisen geschildert, die an depressive Phasen oder eine entsprechende Veranlagung denken lassen können. Hilfe suchen solche Menschen nicht bei Ärzten, sondern erwarten sie von Gott, obwohl sie ihre Erkrankung zugleich auf ihn zurückführen. Heilung bleibt ungewiss!

  • Plus S. 14-16

    Was wollen uns unsere Depressionen sagen?Höre auf die Dame in Schwarz

    Von C. G. Jung soll die Aussage stammen, die Depression sei einer Dame in Schwarz vergleichbar. Trete sie auf, empfiehlt er, sie nicht wegzuschicken, sondern sie als Gast zu Tisch zu bitten und zu hören, was sie zu sagen hat. Diese Aussage des Tiefenpsychologen erinnert an die Spiritualität von unten, die uns auffordert, in unseren Gedanken und Gefühlen, in unserer Leidenschaft und unseren Bedürfnissen zu versuchen, Gottes Stimme zu hören.

Impulse

Im Blick

  • Plus S. 28-32

    Eine zentrale Kompetenz seelsorgerlicher PraxisKooperieren im Netzwerk

    Die deutschen Diözesen erleben gerade große Umbrüche in ihrer organisatorischen Struktur. Dies stellt auch neue Anforderungen an die Seelsorge der Pfarreien. In den neuen Leitlinien vieler Diözesen werden daher die Arbeit in Netzwerken und die Kooperation mit anderen Akteur/innen im Sozialraum als zentrale Arbeitsweise benannt. Doch wie kann diese gelingen?

Imago Christi

Inspirierte Seelsorge

Autoren/-innen