Christliche Anthropologie – Eine Provokation„Seht, da ist der Mensch“

In diesem Beitrag wird die These aufgestellt, dass die typisch christliche Sichtweise von Mensch-Sein dem in unserer westlichen Gesellschaft vorherrschenden Zeit-Geist in grundlegenden Aspekten widerspricht. Wieso ist dann aber von hohen Würdenträgern beider christlichen Kirchen ein konstruktives Veto gegenüber gesellschaftlich dominanten Sichtweisen sowohl nach innen in den Kirchenraum als auch nach außen in den öffentlichen Raum hinein kaum vernehmbar? Wieso schalten sich beide Kirchen nicht viel offensiver in die Diskussion um das ‚rechte Menschenbild‘ ein, zumal neurowissenschaftlich gewonnene Erkenntnisse immer mehr Menschen dazu verleiten, das christliche Menschenbild als Fundament abendländischen Denkens prinzipiell in Frage zu stellen? Worin aber liegt das Provokative, das letztlich von allen Christ/innen z. B. auf einem Katholikentag selbstbewusst in die Öffentlichkeit einzubringen ist?

Fazit

Die christliche Sichtweise vom Menschen ist nicht altmodisch und überholt! Sie eröffnet Menschen des 21. Jh. die Möglichkeit, sowohl in jedem Menschen ein gottgewolltes Individuum zu sehen, dessen Lebensrecht und Würde unantastbar ist, als auch jeden Menschen als ein zutiefst soziales Wesen zu begreifen, das auf gesellschafts- und sozialpolitischer Ebene nur im solidarischen Mit-Einander und Für-Einander seine gottgewollte Individualität entfalten kann.

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