Über diese Ausgabe

  • Plus S. 435-444

    Die Not des BittgebetesEine Ursache der gegenwärtigen Gotteskrise?

    Die durch die Naturwissenschaften geprägte Alltagserfahrung der Menschen ist immer wieder als Grund für die Krise des Gottesglaubens und des Bittgebets genannt worden. Christoph Böttigheimer, Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Eichstätt-Ingolstadt, beschreibt die Problemgeschichte und skizziert so den Rahmen, in dem eine Lösung der Fragestellung gesucht werden muß.

  • Gratis S. 445-459

    Die UN-Erklärung über die Menschenrechte der indigenen VölkerTheoretische und praktische Aspekte

    Stefan Krotz, Professor für Anthropologie an der Universität von Merida (Yucatan, Mexiko), beschreibt die über ein Vierteljahrhundert dauernde Verhandlungsgeschichte, die 2007 durch die Verabschiedung der UN-Erklärung über die Rechte der indigenen Völker ihren Abschluß gefunden hat. Dieser Vorgang gewährleistet den indigenen Völkern einen angemessenen völkerrechtlichen Status und bedeutet eine formelle Weiterentwicklung der Idee der Menschenrechte.

  • Plus S. 460-470

    Zweierlei IslamWarum das vorherrschende Islambild einer Korrektur bedarf

    Verstärkt entdecken weltweit Muslime und muslimische Gelehrte eine kontextbewußte, humanistische Tradition der Koranauslegung. Hans Kessler, emeritierter Professor für Systematische Theologie der Universität Frankfurt, beschreibt Protagonisten und Themenfelder dieser Entwicklung und bietet damit eine vertiefte Sicht auf den Islam und den Dialog mit seinen Vertretern.

  • Plus S. 471-484

    Freiwilliges Engagement älterer MitbürgerChancen und Hemmnisse

    Die weltweit zu beobachtende demographische Veränderung hat neben der Debatte um deren ökonomische und gesellschaftliche Folgen die Aufmerksamkeit auf das wachsende bürgerschaftliche Engagement der älteren Mitbürger gelenkt. Hermann Strasser, emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen, und Michael Stricker, Professor für Sozialwesen an der Fachhochschule Bielefeld, referieren neueste Forschungsbeiträge aus Deutschland und erläutern Reformvorschläge.

  • Plus S. 485-495

    "Komplex der polnischen Provinz"Zum Bild der katholischen Kirche in der jüngsten polnischen Prosa

    Aleksandra Chylewska-Tölle, Professorin für Literaturwissenschaft und Medienforschung der Universität in Bydgoszcz (Polen) analysiert in ihrem Beitrag eine Reihe neuester Veröffentlichungen polnischer Prosa, in denen Personen und Traditionen des polnischen Katholizismus kritisch dargestellt werden. Es geht dabei nicht um provizierende Tabubrüche, sondern um die Frage, welche ideologische Wirkungen Milieus und gesellschaftliche Gruppierungen haben.

Autoren/-innen

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