Zusammenarbeit mit ElternGemeinsam die Entwicklung begleiten

Pädagogische Fachkräfte haben in vielen Situationen die Möglichkeit, eine gelingende Partnerschaft mit den Eltern aufzubauen und zu vertiefen.

Gemeinsam die Entwicklung begleiten
© Harald Neumann

Methoden der Zusammenarbeit von Kita und Familie schaffen Raum für partnerschaftliche Lernprozesse. Sie geben Eltern und pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit, gleichberechtigt ihre Erfahrungen und Kompetenzen im Hinblick auf die Kinder einzubringen und dabei gemeinsam die Bildungs- und Erziehungsprozesse in den Blick zu nehmen. Im Mittelpunkt steht hierbei immer das kindliche Wohlbefinden. Eine Möglichkeit der Kooperation ist die Einbindung der Eltern in die pädagogische Arbeit, denkbar sind aber auch Ansätze der Beratung, wenn Familien bei der Ausübung ihrer Aufgaben Unterstützung und Anleitung benötigen.
Familien sind unterschiedlich und es ist entscheidend, ihre spezifischen Lebensbedingungen und -entwürfe zu berücksichtigen. Erst in der Auseinandersetzung mit den Haltungen, Orientierungen, Einstellungen und Deutungsmustern der jeweiligen Familie ist es der pädagogischen Fachkraft möglich zu verstehen, wodurch sich ein Kind und seine Familie in der Einrichtung willkommen und angenommen fühlen. Die Ausgestaltung der Erziehungspartnerschaft ist insofern ganz individuell.

Wie gelingt die Zusammenarbeit?

Entscheidend ist, dass sich Familie und Kita als Partner mit gemeinsamer Verantwortung für das Kind begreifen. Mit dieser Sichtweise schaffen sie Raum für kooperative Lernprozesse, öffnen sich füreinander und nehmen das Wohl des Kindes gemeinsam in den Blick. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Zusammenarbeit:

  • In der Kita: Insbesondere in der Phase der Eingewöhnung bekommen Familien vor Ort Einsicht in die pädagogische Arbeit. Ebenso geben Fotodokumentationen im Portfolio oder Bilder der Gruppenaktivitäten im Eingangsraum wertvolle Einblicke.
  • Elternbeirat: Ein Elternbeirat wird gewählt, Entscheidungen werden miteinander gefällt und das Kindergartenjahr wird gemeinsam geplant.
  • Von Familien initiierte Aktivitäten werden in der Einrichtung ausdrücklich begrüßt, z. B. bei Festen und Feiern oder auch wenn sich Familien handwerklich oder als Lesepaten einbringen möchten.
  • Individuelle Entwicklungsgespräche mit den Eltern, in denen der Entwicklungsstand des Kindes, Beobachtungen aus dem Gruppenalltag und aktuelle Themen der Familie besprochen werden, bieten die Möglichkeit zu einem vertrauensvollen Austausch.

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