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Den Morgenkreis kleinkindgerecht gestalten

Damit der Morgenkreis den unter dreijährigen Kindern in ihrem Entwicklungsstand gerecht wird, gilt es einige Aspekte zu beachten:

  • Beschränken Sie den zeitlichen Rahmen, um die Kinder nicht zu überfordern – zehn bis 15 Minuten sind völlig ausreichend. Seien Sie außerdem sensibel dafür, wann die Aufmerksamkeit der Mädchen und Jungen nachlässt, und reagieren Sie entsprechend darauf.
  • Für Kinder ist es sehr wichtig, von den pädagogischen Fachkräften bewusst wahrgenommen zu werden. Achten Sie im Morgenkreis darauf, jedes Kind zu begrüßen, und lassen Sie jedem Ihre Aufmerksamkeit zuteilwerden.
  • Die Teilnahme am Morgenkreis sollte in dem Alter noch freiwillig sein. Sorgen Sie dafür, dass Kinder, die den Kreis verlassen möchten, sich unter der Aufsicht einer Kollegin einer anderen Tätigkeit widmen können.
  • Stimmen Sie die Inhalte des Morgenkreises auf die Bedürfnisse und Interessen der Kinder ab. Gibt es ein Thema, das sie gerade besonders interessiert? Die Baustelle am Straßenende, das Vogelnest im Garten oder das Buch über Dinosaurier?
  • Lassen Sie die Kinder an der Morgenkreisgestaltung partizipieren: So können diese bspw. anhand von Bildkarten aus verschiedenen Liedern oder Fingerspielen ihr Liebstes auswählen.
  • Beziehen Sie die Kinder aktiv ein, sei es beim Musizieren, beim Geschichtenerzählen oder in Kreisspielen. Doch auch hier gilt das Prinzip der Freiwilligkeit: Möchte ein Kind lieber nur zuhören, darf es das auch tun.
  • Bieten Sie den Kindern immer wieder Abwechslung, aber seien Sie auch zu vielfachen Wiederholungen bereit: Gerade in jungen Jahren fordern Mädchen und Jungen z. B. das immer gleiche Lied ein, weil sie durch die Vertrautheit Sicherheit gewinnen.