Wunderbarer Ratgeber, Fürst des FriedensJahresschlussgottesdienst mit Jahresrückblick 2022

Stand: 12. Dezember 2022

Der folgende Vorschlag orientiert sich am Aufbau einer Wort-Gottes-Feier. Diese Feierform hatte die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils auch für die Vorabende der Feste vorgeschlagen (SC 35).

Eröffnung

  • Lied: GL 257/KG 355: Der du die Zeit in Händen hast
  • Leiter/in: Kreuzzeichen, liturgischer Gruß
    Wir haben uns versammelt, um das vergangene Jahr vor Gott zu tragen. Was für ein Jahr! Zu Pandemie, Klimakrise und Naturkatastrophen kamen der Krieg in der Ukraine, Energiekrise, Hunger, Inflation und zunehmende Armut hinzu. Angst vor der Zukunft machte auch vor der Kirche nicht halt. Und Gott? Können wir rückblickend seine Spuren in 2022 erahnen? Das katholische Stichwort für das Jahr 2022 lautet Synodalität, und angesichts von Krieg und Krisen zeigt sich in Kirchen und Gesellschaft die Bereitschaft zu Solidarität und Miteinander. Jedoch gibt es im Rahmen des weltweiten synodalen Prozesses [und in Deutschland speziell beim Synodalen Weg] sowie im Umgang mit den Krisen auch heftige Auseinandersetzungen bis hin zum offen geführten Streit. Darum rufen wir:
  • Christusrufe: GL 481/KG 509/U 133: Sonne der Gerechtigkeit
  • Eröffnungsgebet: MB2 TG S. 1076 oder S. 1083 oder S. 311, Nr. 18

Verkündigung

  • Prozession mit der Heiligen Schrift: GL 630,4/KG 273: Dein Wort ist Licht und Wahrheit
  • Lesung: Dtn 30,9c-14 (ML VIII, S. 34)
  • Psalm 85: GL 633,7/KG 770,1
  • Lesung: Jes 9,1–6 (ML VIII, S. 201)
  • Psalm 72: GL 47/KG 364
  • Lesung: Phil 2,1–4 (ML VIII, S. 35)
  • Lied: U 113: Unfriede herrscht auf der Erde oder:
  • Ruf vor dem Evangelium: ML VIII, S. 207
  • Evangelium: Joh 14,23–29 (ML VIII, S. 207)
    L: „Wunderbarer Ratgeber“, „Fürst des Friedens“. Diese beiden Namen des messianischen Herrschers in der Vision des Jesaja drücken aus, worauf wir in diesem Jahr hofften: gute Ratschlüsse in synodalen Prozessen und endlich Frieden. Jesus hinterlässt uns seinen Frieden offenbar anders, als „die Welt ihn gibt“. Voraussetzung für diese Gabe ist das Festhalten am Wort Gottes (Joh 14). Friede und Eintracht sind möglich, wenn man sich gegenseitig respektiert, ja sogar „einer den anderen höher einschätzt als sich selbst“ (Phil 2).
    – kurze Stille –
  • Lied: GL 475/KG 589/U 268: Verleih uns Frieden gnädiglich

Rückblick

Mehrere Sprecher/innen tragen im Wechsel Nachrichten des Jahres vor:

  • Infolge andauernder starker Regenfälle leiden weite Teile Brasiliens Anfang des Jahres unter Hochwasser und Erdrutschen.
  • In seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar fordert Papst Franziskus weltweit mehr Anstrengungen.
  • Am Dreikönigstag fordert er auf, vor Ungerechtigkeit nicht die Augen zu verschließen. In der Gesellschaft gebe es immer noch Herrscher, die den Tod säten und Unschuldige dahinrafften.
  • Die Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie werden zu Beginn des Jahres noch verschärft durch die ansteckendere Omikron-Variante.
  • Pandemiekonform sind auch im zweiten Coronawinter erfolgreich die Sternsinger unterwegs. Das Motto der Aktion 2022 lautet „Gesund werden, gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“.
  • Der Vulkanausbruch des Hunga Tonga am 14./15. Januar ist weltweit der stärkste seit 30 Jahren.
  • Mitte Januar wird die Dormitio-Abtei in Jerusalem Ziel eines neuerlichen Angriffs jüdischer Extremisten.
  • Ein Erdbeben in Afghanistan kostet am 17. Januar mehr als 20 Menschen das Leben und beschädigt bzw. zerstört hunderte Häuser.
  • Roberta Metsola aus Malta wird am 18. Januar zur Präsidentin des EU-Parlaments gewählt.
  • Am 20. Januar wird das Missbrauchsgutachten für das Erzbistum München vorgestellt. Kardinal Marx räumt eigene Fehler ein. Auf Kritik stößt die Stellungnahme Benedikts XVI.
  • Weltweit wird heftig über eine allgemeine Corona-Impfpflicht gestritten. Am 20. Januar beschließt der österreichische Nationalrat mit großer Mehrheit deren Einführung für alle Erwachsenen.
  • Am 22. Januar werden im zentralamerikanischen El Salvador der Jesuit Rutilio Grande und seine Begleiter als Märtyrer seliggesprochen.
  • Im Zuge der Initiative „Out in Church“ bekennen sich Ende Januar zahlreiche kirchliche Mitarbeitende als queer.
  • Anfang Februar stirbt Rabbiner Henry G. Brandt im Alter von 94 Jahren in Zürich. Der Zentralrat der Juden in Deutschland würdigt Brandt als eine der „prägenden Persönlichkeiten im liberalen Judentum“.
  • Die 3. Versammlung des Synodalen Weges berät vom 3. bis 5. Februar in Frankfurt am Main u. a. die Beteiligung von Frauen an Diensten und Ämtern der Kirche, ein Umdenken in der lehramtlichen Sexualmoral und die Ehelosigkeit von Priestern.
  • Die XXIV. Olympischen Winterspiele vom 4. bis 20. Februar in Peking werden von zahlreichen Ländern diplomatisch boykottiert.
  • Im Februar unterzeichnen die Bürgermeister und Ortsbischöfe des Mittelmeerraums die „Charta von Florenz“ mit dem Titel „Mittelmeer: Grenzen des Friedens“.
  • Ein Dekret des Papstes vom 11. Februar stellt fest, dass die Regeln des Motu Proprio Traditionis custodes für die Priesterbruderschaft Sankt Petrus nicht gelten.
  • Bei Überschwemmungen im brasilianischen Petrópolis kommen am 15. Februar mehr als 150 Menschen ums Leben.
  • Der Orkan Zeynep richtet am 18./19. Februar in mehreren Ländern Europas große Schäden an.
  • Auf der 58. Münchener Sicherheitskonferenz vom 18. bis 20. Februar sind vor dem Hintergrund des sich zugespitzten Ukraine-Konflikts zum ersten Mal seit Ende des Kalten Krieges keine hochrangigen russischen Politiker vertreten.
  • Ab dem 24. Februar greift Russlands die Ukraine an. Der Überfall führt zu weltweiten Protesten und Sanktionen gegen Russland. Die Kirchen laden während des Krieges zu Friedensgebeten ein, sammeln Spenden für die Flüchtlinge und gedenken der Opfer.
  • Am 28. Februar vereinbaren in Budapest die dortige Jüdische Universität und die Universität Potsdam ihre Zusammenarbeit im Fach Theologie.
  • Nach einer sechsmonatigen Auszeit kommt am 2. März Kardinal Woelki zurück nach Köln. Papst Franziskus entscheidet vorerst nicht über das Rücktrittsangebot des Erzbischofs.
  • Das diesjährige „Theologische Forum Christentum – Islam“ der Katholischen Akademie Stuttgart widmet sich Anfang März dem Thema „Rechtspopulismus und Religion – Herausforderungen für Christentum und Islam“.
  • Die Frühjahrsvollversammlung der DBK findet vom 7. bis 10. März in Vierzehnheiligen statt.
  • Der Südosten Australiens erlebt im März ein Jahrhunderthochwasser. Indien und Pakistan leiden von März bis Mai unter neuen Temperaturrekorden.
  • Papst Franziskus setzt sich Mitte März in einer Videokonferenz mit dem Moskauer Patriarchen Kyrill vergeblich für den Frieden in der Ukraine ein.
  • Die Frühjahrs-Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz am 15.–17. März in Matrei am Brenner wird überschattet von der „Katastrophe des Ukraine-Krieges“.
  • Ende März beschäftigt sich eine Fachtagung der Ökumene- und der Glaubenskommission der DBK mit dem Papier „Gemeinsam am Tisch des Herrn“.
  • Anfang April wird die Journalistin Kerstin Claus neue Missbrauchsbeauftragte der deutschen Bundesregierung.
  • Am 2./3. April besucht Papst Franziskus Malta. Er äußert sich insbesondere zu den Themen Korruption und Migration und verurteilt den Angriffskrieg auf die Ukraine.
  • Bei Überschwemmungen in Südafrika kommen am 11. April mehr als 400 Menschen ums Leben.
  • In der Karwoche sorgt Papst Franziskus am Ende seiner Generalaudienz am 13. April für Aufsehen, indem er die ukrainische Flagge zeigt und dabei an die „furchtbaren Grausamkeiten“ erinnert, die im Ukraine-Krieg auch gegen Zivilisten verübt werden.
  • Erstmals seit der Corona-Pandemie feiert der Papst am Ostersonntag wieder mit 100 000 Gläubigen auf dem Petersplatz.
  • Auch am orthodoxen Osterfest am 24. April greift das russische Militär weiter Dörfer und Städte in der Ukraine an.
  • Das im April veröffentlichte katholisch-lutherische Dialogpapier mit dem Titel „Baptism and Growth in Communion“ stößt auf Vorbehalte im Vatikan. Der Päpstliche Einheitsrat betrachtet den Text nur als „ergebnisoffenes Studiendokument“, das für eine Rezeption noch nicht bereit sei.
  • Beim 6. Katholischen Flüchtlingsgipfel am 3. Mai in Erfurt würdigt Flüchtlingsbischof Heße die „unbürokratische Aufnahme“ von Menschen aus der Ukraine in der EU.
  • Zwei Jahre später als ursprünglich geplant finden von Mai bis Oktober wieder die Oberammergauer Passionsspiele statt.
  • Aus Anlass des zu Ende gehenden „Jahres der Familie“ widmet sich vom 11. bis 14. Mai eine Tagung an der päpstlichen Hochschule „Gregoriana“ der Fortschreibung von „Amoris Laetitia“.
  • Der Speyerer Generalvikar Andreas Sturm tritt am 13. Mai zur Altkatholischen Kirche über.
  • Bei einem Amoklauf in einem Supermarkt in Buffalo erschießt am 14. Mai ein 18-Jähriger zehn Afroamerikaner und verletzt drei weitere Personen.
  • Am 15. Mai wird der 1916 in Algerien ermordete Eremit und Ordensgründer Charles de Foucauld von Papst Franziskus in Rom heiliggesprochen.
  • Die Verhaftung von Hongkongs Kardinal Zen (90) löst Mitte Mai weltweite Proteste aus.
  • Am 22. Mai wird in Lyon die Gründerin der modernen katholischen Missionsbewegung Pauline-Marie Jaricot seliggesprochen.
  • In der texanischen Stadt Uvalde erschießt am 24. Mai ein 18-Jähriger bei einem Amoklauf an einer Grundschule mehr als 20 Kinder.
  • Der 102. Katholikentag vom 25. bis 29. Mai in Stuttgart unter dem Motto „Leben teilen“ wird geprägt vom Krieg in der Ukraine und der kirchlichen Reformdebatte.
  • Die Bürgerrechtlerinnen Swetlana Tichanowskaja, Veronica Tsepkalo und Maria Kalesnikava aus Belarus erhalten am 26. Mai (Christi Himmelfahrt) in Aachen den diesjährigen Karlspreis.
  • Am 27. Mai stirbt in Rom der frühere Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano im Alter von 94 Jahren.
  • Die Ukrainische Orthodoxe Kirche erklärt Ende Mai ihre Eigenständigkeit und die Loslösung des ukrainischen Zweigs der russisch-orthodoxen Kirche.
  • Anfang Juni erhält die Schriftstellerin Kirsten Boie den Katholischen Kinder- und Jugendpreis für ihr Buch „Dunkelnacht“.
  • Der Deutsche Bundestag beschließt am 3. Juni ein „Sondervermögen“ in Höhe von 100 Millionen Euro für die Bundeswehr.
  • Zum Pfingstfest am 5. Juni tritt die Apostolische Konstitution Praedicate evangelium zur Neuordnung der römischen Kurie in Kraft. Sie sieht erstmals vor, dass Laien beiderlei Geschlechts römische Kurienbehörden leiten können.
  • Die ehemalige polnische Premierministerin Hanna Suchocka erhält am 11. Juni in Berlin den diesjährigen Klaus-Hemmerle-Preis.
  • Der Südafrikaner Jerry Pillay wird am 17. Juni zum neuen Generalsekretär des ÖRK gewählt.
  • Die weltweit bedeutende Kunstausstellung Documenta vom 18. Juni bis 25. September in Kassel wird von gravierenden Antisemitismus-Vorwürfen überschattet.
  • In Kolumbien wird am 19. Juni der linksgerichtete Politiker Gustavo Petro Urego zum Präsidenten gewählt.
  • Die Sommer-Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz vom 20. bis 22. Juni in Mariazell steht ganz im Zeichen der Synodalität.
  • Ein Erdbeben an der afghanisch-pakistanischen Grenze fordert am 22. Juni mehr als 1000 Tote.
  • Im Apostolischen Schreiben Desiderio desideravi vom 29. Juni fordert der Papst erneut die Einheit des römischen Ritus ein.
  • Während ein Gasembargo gegen Russland in der EU umstritten ist, reduziert der Kreml im Sommer die Lieferungen in westeuropäische Staaten. Dadurch steigen die Energiepreise weltweit noch weiter an.
  • Die Monate Juni bis August zeigen, dass die Klimakrise jeden Menschen betrifft: Europa leidet unter Dürre und Hitze mit extremen Waldbränden. Pakistan beklagt eine Überschwemmungskatastrophe infolge starken Monsunregens mit 1700 Todesopfern und 33 Millionen betroffenen Menschen.
  • Seit Juli gehören in Deutschland erstmals weniger als die Hälfte der Bevölkerung einer der beiden großen Kirchen an.
  • Der zweite Teil des Europäischen Jugendtreffens in Turin wird coronabedingt auf den 7. bis 10. Juli verlegt.
  • Am 8. Juli wird der frühere japanische Premierminister Shinzo Abe ermordet.
  • Anne Gidion, die am 11. Juli zur neuen Bevollmächtigten des Rates der EKD berufen wird, tritt ihr Amt im Herbst an.
  • Papst Franziskus unterstellt mit dem Motu proprio „Ad charisma tuendum“ (Zum Schutz des Charismas) vom 14. Juli Opus Dei nicht mehr der Bischofskongregation, sondern der Kleruskongregation.
  • Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz Franz Lackner reist Mitte Juli gemeinsam mit dem steirischen Bischof Wilhelm Krautwaschl in die Ukraine, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen.
  • Ende Juli kritisiert ein nicht unterzeichnetes Papier „aus dem Vatikan“ den Synodalen Weg in Deutschland.
  • Vom 24. bis 29. Juli unternimmt Papst Franziskus eine „Bußwallfahrt“ nach Kanada. Mehrfach bittet er um Vergebung für das Leid, das Indigene in katholischen Internaten erlitten haben.
  • Die 15. Lambeth-Konferenz der Bischöfe und Bischöfinnen der anglikanischen Weltgemeinschaft tagt vom 27. Juli bis 8. August.
  • Während der Westen zunehmend Waffen in die Ukraine liefert, kann deren Armee die Angreifer ab August teilweise zurückdrängen.
  • Zum Thema „Wie geht es weiter. Zur Zukunft der Wissensgesellschaft“ finden vom 1. bis 8. August nach zweijähriger Pause wieder die Salzburger Hochschulwochen statt.
  • Am 12. August überlebt der Schriftsteller Salman Rushdi eine Messerattacke im US-Staat New York.
  • Bei einem Brand in der koptischen Abu-Sifin-Kirche nahe Kairo kommen am 14. August mindestens 41 Menschen ums Leben.
  • Bis zum 15. August sind die Bischofskonferenzen im Rahmen des weltweiten synodalen Prozesses dazu aufgerufen, ihre Einschätzungen, Erfahrungen und Anregungen mit dem Thema „Synodalität“ im Vatikan einzureichen. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt man diesem Anliegen nach.
  • In Nicaragua eskalieren die staatlichen Repressalien gegen die katholische Kirche am 19. August mit der Verhaftung des regimekritischen Bischofs von Mantagalpa Rolando Álvarez.
  • Unter den am 27. August neu ernannten Kardinälen bevorzugt Papst Franziskus erneut Persönlichkeiten aus kleineren oder weit entlegenen Ortskirchen.
  • EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen besucht am 27./28. August Taizé und lobt Solidarität und Dienstbereitschaft der Jugend.
  • Der Papst nimmt am 28. August in L’Aquila an der Wallfahrt teil, die auf Papst Coelestin V. zurückgeht.
  • Am 30. August stirbt der letzte Staatschef der Sowjetunion Michael Gorbatschow im Alter von 91 Jahren.
  • Vom 31. August bis zum 8. September findet die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen in Karlsruhe statt unter dem Motto „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“.
  • Am 4. September wird Papst Johannes Paul I. auf dem Petersplatz in Rom seliggesprochen.
  • Nach 70-jähriger Regentschaft stirbt am 8. September Queen Elizabeth II. von Großbritannien und wird am 19. September auf Schloss Windsor beigesetzt. König Charles III. ist neues Oberhaupt der anglikanischen Kirche von England. Er verspricht allen Religionen und Konfessionen in Großbritannien seinen persönlichen Schutz.
  • Bei der 4. Synodalversammlung vom 8. bis 10. September in Frankfurt werden die Texte zur Rolle der Frauen in der Kirche, zur Neubewertung von Homosexualität, zur Grundordnung des kirchlichen Dienstes und zur Einrichtung eines Synodalen Rates verabschiedet. Der Grundtext zur Sexualethik findet jedoch nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit der Bischöfe.
  • Auch der Weltkongress der Religionen in Kasachstan steht am 14./15. September im Schatten des Ukraine-Kriegs. Papst Franziskus nimmt als erster Papst überhaupt an dem alle drei Jahre stattfindenden Treffen teil und verurteilt den „wahnsinnigen Krieg“.
  • Das Europäische Parlament verurteilt am 15. September die zunehmende Unterdrückung der katholischen Kirche in Nicaragua sowie von Vertretern der Opposition und fordert die Freilassung aller willkürlich Inhaftierten.
  • Am 16. September löst der Tod der jungen Iranerin Mahsa Amini im Polizeigewahrsam internationale Empörung und anhaltende Proteste gegen das iranische Regime aus.
  • Mit dem 18. „Marsch für das Leben“ in Berlin demonstrieren am 17. September in Berlin mehrere tausend Menschen gegen Abtreibung und aktive Sterbehilfe.
  • Erneut bebt an einem 19. September in Mexiko die Erde, nachdem an den Tagen zuvor zweimal ein Erdbeben Taiwan erschütterte.
  • Am 10. globalen Klimastreik von Fridays for Future am 23. September beteiligen sich Hundertausende auf allen Kontinenten, allein in Deutschland 280.000 Menschen in mehr als 270 Städten.
  • Initiiert von der Basisorganisation „Wir sind Kirche“ fordert am 24./25. September in Köln eine „KirchenVolksKonferenz der Reformkräfte“ unter dem Titel „Wir gehen schon mal voran – für eine synodale Kirche der Zukunft“ eine Erneuerung der katholischen Kirche.
  • Nach der Parlamentswahl in Italien am 25. September zeigt sich das Internationale Auschwitz-Komitee „schockiert“.
  • Die Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe vom 26. bis 29. September in Fulda berät über den Synodalen Weg und die Themen, die in Rom vorgebracht werden sollen. Neuer Missbrauchsbeauftragter wird Bischof Helmut Dieser.
  • Durch den Hurrikan „Ian“ fällt am 27. September in ganz Kuba der Strom aus. Er hinterlässt am 29. September auch in Florida (USA) eine Schneise der Verwüstung; mehr als 2,6 Millionen Haushalte sind dort ohne Strom.
  • Eine Massenpanik im Fußballstadion auf der indonesischen Insel Java fordert am 1. Oktober viele Tote und Verletzte.
  • Ende September und Anfang Oktober kommt es zu Anschlägen auf die Bahn in Norddeutschland, die Nord-Stream-Pipelines und die Brücke, die die Krim mit Russland verbindet.
  • Russland liefert ab Oktober endgültig kein Gas mehr nach Westeuropa.
  • Die 4. „Nordwestdeutsche Ministrantenwallfahrt“ nach Osnabrück mit über 4000 Kindern und Jugendlichen steht Anfang Oktober unter dem Leitwort „Ich glaub an Dich“.
  • 44 Staats- und Regierungschefs aus Europa verabreden am 6. Oktober in Prag beim Gründungsgipfel der „Europäischen Politischen Gemeinschaft“ eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der EU und (17) anderen europäischen Staaten (einschließlich Türkei).
  • Am 13. Oktober verurteilt die UN-Vollversammlung mit überwältigender Mehrheit die am 30. September nach Scheinreferenden von Russland einseitig proklamierten völkerrechtswidrigen Annexionen in der Ost-Ukraine.
  • Überraschend kündigt der Papst am 16. Oktober an, den weltweiten synodalen Prozess um ein Jahr zu verlängern. Die Weltbischofssynode wird im Oktober 2023 und im Oktober 2024 stattfinden.
  • Am 23. Oktober erhält der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
  • Ein starker Tornado richtet am Abend des 23. Oktober in Nordfrankreich schwere Schäden an.
  • Auf der Grundlage von Rückmeldungen aus der gesamten Weltkirche veröffentlicht der Vatikan am 27. Oktober ein Dokument, das als Arbeitsgrundlage für die nächste Phase des weltweiten synodalen Prozesses dient. Es trägt den Titel „Mach den Raum deines Zeltes weit“ (Jes 54,2).
  • Während der ersten großen Feier nach den strengen Corona-Auflagen in Südkorea kommen bei einer Massenpanik am 29. Oktober in Seoul über 150 Personen um Leben.
  • In Brasilien wird am 30. Oktober Ex-Präsident da Silva als Nachfolger von Bolsonaro zum Präsidenten gewählt.
  • In Israel wird am 1. November zum fünften Mal innerhalb von drei Jahren ein neues Parlament gewählt.
  • Bei einem interreligiösen Kongress im Golfstaat Bahrain am 4. November kritisiert Papst Franziskus erneut die „Kriegstreiberei einiger weniger Staaten“.
  • Der 27. UN-Klimagipfel vom 6. bis 19. November im ägyptischen Scharm El-Scheich bleibt hinter den Erwartungen europäischer Länder zurück. Arme Staaten sollen allerdings bei klimabedingten Schäden Ausgleichzahlungen erhalten.
  • Der Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe in Rom findet statt vom 14. bis 19. November.
  • Am 15. November überschreitet die Weltbevölkerung laut UN-Angaben die Marke von 8 Milliarden Menschen.
  • Am 10. Dezember erhalten Vorkämpfer für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Belarus, Russland und der Ukraine den Friedensnobelpreis.
  • Die österreichischen Bischöfe besuchen den Papst vom 12. bis 17. Dezember.
  • Vom 28. Dezember bis Neujahr treffen sich in Rostock und Umgebung ca. 10 000 junge Erwachsene aus ganz Europa zum 45. Europäischen Jugendtreffen von Taizé.
  • In diesem Jahr können ursprünglich geplante Reisen des Papstes nach Osttimor, Moskau, in den Libanon, in den Kongo sowie die Ukraine nicht stattfinden.
  • Hinweise auf Ereignisse im eigenen Bistum: Jubiläen, Diözesanversammlungen, Wallfahrten, Personalien …
  • Im Jahr 2022 wurden in unserer Gemeinde … Kinder und … Erwachsene getauft.
  • … Kinder feierten ihre Erste Heilige Kommunion.
  • … Jugendliche und … Erwachsene empfingen die Firmung.
  • … Ehepaare schlossen den Bund des Lebens im Sakrament der Ehe.
  • (Evtl. Kirchen- oder Altarweihe, Pfarrgemeinderatswahlen, neue pastorale Mitarbeiter/innen, Primiz, andere wichtige Ereignisse)
  • Der Herr rief … Gemeindemitglieder zu sich in sein ewiges Reich.
  • Es geht nicht nur um Schlagzeilen, Daten oder Zahlen, sondern auch um uns selbst. Was war für jede und jeden von uns am wichtigsten?
    – Stille –
  • Kanon: GL 433,2/KG 600/U 112,1: Schweige und höre
    oder Litanei: GL 560/KG 806
    L: Wir vertrauen dem Herrn der Zeit. Sein Friede sei allezeit mit uns.

Lobpreis, Dank und Bitte

  • Lobpreis: GL 403/KG 518: Nun danket all oder: GL 383: Ich lobe meinen Gott
    oder: Die Wort-Gottes-Feier am Sonntag (Schweiz) 32021, S. 53
  • Fürbitten:
    L:
    Im Vertrauen auf Gott bitten wir ihn im Blick auf das neue Jahr in unseren Anliegen: Gott, unser Vater, –
    Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
    Sprecher/in:
    • Wir beten für die Erneuerung der Kirche: um ein Gelingen des weltweiten synodalen Prozesses [sowie des Synodalen Wegs in Deutschland] und um gegenseitige Wertschätzung bei den anstehenden Debatten.
    • Für die Menschen in der Ukraine und für alle Opfer von Gewalt und Kriegsverbrechen: um Frieden und Gerechtigkeit.
    • Für das Wohlergehen der Völker: um ein Ende der Kriege, die Überwindung der Corona-Pandemie und eine Lösung der Energiekrise.
    • Für alle, die auf der Flucht leben, und die, die unter Hunger oder Armut leiden: um weltweite Solidarität und Bereitschaft, konkret zu helfen.
    • Für die Umwelt und den Schutz des Klimas: um die notwenigen Veränderungen für eine nachhaltige Bewahrung der Schöpfung.
    • Für unsere Gemeinde (Gemeinschaft): um Solidarität untereinander und um gegenseitige Wertschätzung.
    • Für unsere Verstorbenen des Jahres: um ewige Erfüllung bei dir und ein dankbares Gedenken bei uns.
  • Vaterunser:
    L:
    Lasst uns beten, wie unser Herr Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat:
    A: Vater unser …

Abschluss

  • Gebet: MB2, TG S. 1088
  • Segensbitte: Der Leiter/Die Leiterin beschließt den Gottesdienst mit persönlichen Segenswünschen und der Segensbitte: GL 671,3/KG S. 368
    oder: Versammelt in seinem Namen (Trier 32019) S. 130/WGF Schweiz (32021) S. 61 f.
  • Entlassung:
    L:
    Singet Lob und Preis.
    A: Dank sei Gott, dem Herrn.
  • Schlusslied: GL 430/KG 554/U 101: Von guten Mächten
    oder GL 380/KG 175: Großer Gott, wir loben dich
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