11 / 202025. Mai 2020

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Liebe Leserinnen und Leser!

Im Editorial des letzten Heftes wurde die Frage, ob die Einschränkungen, die derzeit bei der Feier der Liturgie zum Schutz der Gottesdienstfeiernden erforderlich sind, es wert sind, zu Recht mit Ja beantwortet. Inzwischen ist zu beobachten, wie mit der Möglichkeit, nun wieder öffentlich Gottesdienst feiern zu können, umgegangen wird.

Sowohl unter Bischöfen als auch an der Basis werden ganz unterschiedliche Konsequenzen gezogen. In einer Pfarrei wurde gleich nach Mitternacht die erste Messe gefeiert, in manchen Pfarreien bleiben bis auf Weiteres Eucharistiefeiern erst einmal ausgesetzt. Begründet wird dies nicht nur mit der weiterhin bestehenden Sorge vor Ansteckung durch das Coronavirus, sondern auch mit der Einschätzung, dass man unter diesen Bedingungen nicht Liturgie feiern und ohnehin auch niemand ausschließen wolle. Ein sehr breites Spektrum von Erwartungen an die Liturgie und damit verbundenen theologischen Verständnissen tritt hier offenbar zu Tage.

Da eine sorglose Normalität für Gottesdienste aber noch lange nicht in Sicht ist, müssen wir uns also auch der Frage stellen, ob der gemeinsame Gottesdienst und insbesondere die Feier der Eucharistie es uns wert sind, sie trotz der Einschränkungen und damit verbundenen Schwierigkeiten zu feiern.

Auch diese Frage möchte ich eindeutig mit Ja beantworten. Denn gerade in schweren Zeiten sollte doch erkennbar sein, woraus die Kirche lebt und was uns persönlich wichtig ist.

Ihr Marius Linnenborn

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 121-123

    Gebet der ganzen versammelten Gemeinde

    Die Präsidialgebete der Eucharistiefeier bedürfen einer umfassenden Reform. Anmerkungen eines „Praktikers“.

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