5 / 202122. Februar 2021

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Liebe Leserinnen und Leser!

Wie kann der tausenden Corona-Opfer künftig angemessen gedacht werden? Mit dieser Frage sehen sich Politik und Kirchen vermehrt konfrontiert, denn der Wunsch, als Gesellschaft Trauer auszudrücken und einander Trost zuzusprechen, ist im Angesicht der Pandemie-Katastrophe besonders stark ausgeprägt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat sich daher für einen festen, bundesweiten Gedenktag für die Corona-Opfer ausgesprochen – eine Idee, die aufgrund ihrer überkonfessionellen Anschlussfähigkeit auch von politischer Seite vermehrt Unterstützung findet.

Sollte der Gedenktag Realität werden, muss jedoch gut über dessen konkrete Ausgestaltung nachgedacht werden. Zentrale Gedenkfeiern allein, die ihre Prägung vornehmlich durch Repräsentanten aus Politik und Kirchen erhalten, werden dem Anlass und dem Anliegen eines solchen Gedenktags wohl kaum gerecht werden. Es braucht ein sichtbares Zeichen, das in die Breite wirkt und in allen Bevölkerungsschichten Akzeptanz findet.

Hierfür bietet sich z. B. das Ritual an, eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen (vgl. die Aktionen „#lichtfenster“ und „#lichterderhoffnung“). Christinnen und Christen, aber auch Angehörige anderer Religionen können das Entzünden der Kerze mit einem deutenden Gebet begleiten.

Und als Licht der Trauer, der Anteilnahme, des Mitgefühls und der Solidarität vermittelt es eine universelle Botschaft, die auch von Nichtglaubenden geteilt werden kann.

Ihr Manuel Uder

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 49-51

    Alle sollen ruhen

    Vor genau 1700 Jahren hat Kaiser Konstantin die Sonntagsruhe gesetzlich verankert. Eine bedeutende Kulturleistung, von der wir heute noch profitieren.

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