18 / 2020

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser!

In den letzten Wochen haben viel mehr Menschen als sonst ihren Urlaub innerhalb des Heimatlandes verbracht. Nicht wenige, so heißt es, hätten dabei gestaunt, wie reich und vielfältig unsere Länder sind. Wer offenen Auges durchs Land fährt, wird erkennen, dass nicht nur in den klassischen Urlaubsländern Italien, Spanien oder Griechenland die Kultur und Geschichte stark durch Kirchen und Klöster geprägt wurde.

Hoffentlich finden die Menschen auch bei uns offene und einladende Kirchen vor, die sie als Räume gelebten und gefeierten Glaubens erfahren können. Wünschenswert wäre es, ihnen einen geistlichen Impuls mit auf den Weg zu geben, um die liturgischen Räume und ihre Kunstwerke zum Sprechen zu bringen.

Als sehr inspirierend erlebte ich in einer Kirche, dass die zur Verfügung stehenden Sitzplätze nicht einfach durch Klebestreifen oder farbige Punkte markiert waren, sondern durch Psalmverse. Die ausgewählten Verse drücken Vertrauen auf Gott, Hoffnung und Zuversicht aus. Um den verschiedenen Psalmworten nachzuspüren, ist es erforderlich, auch einmal einen anderen als den gewohnten Platz einzunehmen. Oder man wird wieder zum eigenen Lieblings-Psalm zurückkehren, der vielleicht zum persönlichen Hoffnungswort dieses Corona-Sommers wird.

Diese nachahmenswerte Idee könnte ein kleiner Baustein für ein geistlich-liturgisches Konjunkturprogramm sein, das in dieser Zeit dringend notwendig erscheint.

Ihr Marius Linnenborn

Über diese Ausgabe

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  • Plus S. 209

    Normalfall oder Ausnahme?

    Die Einführung von Wort-Gottes-Feiern war vor über 50 Jahren ein Wunsch des Zweiten Vatikanums – Zeit für einen Rückblick und Ausblick.
    Teil 3: „Sag, wie hast du’s mit der Kommunion?“

  • Plus S. 210-211

    Und das Wort wurde Buch

    Ob ein liturgisches Buch angenommen wird, hängt nicht nur vom Inhalt ab. Ebenso wichtig ist die äußere Gestaltung.

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