23-24 / 202122. November 2021

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

keine andere Zeit im Kirchenjahr spricht derart viele und vor allem unterschiedliche Menschen an wie die Advents- und Weihnachtszeit. Die Lichter in der dunklen Jahreszeit, Heilige wie Barbara oder Nikolaus, die Heimeligkeit der Weihnachtskrippe, die Festlichkeit der Christmette oder anderer Gottesdienstformen rührt viele Menschen an.

Es ist aber auch noch etwas anderes, was diese Zeit zu einer religiösen Hoch-Zeit macht: Ein Großteil dessen, was in den Gemeinden an Religiösem geschieht, verdankt sich dem ehrenamtlichen Engagement von Laien. In ihren Händen liegt vielerorts die Vorbereitung und Durchführung von „Frühschichten“, vielfältigen Rorategottesdiensten, Kirchenkonzerten, „lebendigen Adventskalendern“, Andachten zum Jahreswechsel, Sternsingeraktionen, … Beteiligt sind durchaus nicht nur Ältere, die sonntags den größten Teil der Gottesdienstteilnehmer/innen bilden, sondern Menschen aus allen Altersstufen, oft Familien.

Die Advents- und Weihnachtszeit zeigt damit, wie Kirche und Gemeinde „funktionieren“ kann und soll – vor allem in Zeiten, in denen die Zahl der Priester im Schwinden ist. Von hauptamtlicher Seite sollte diese von Ehrenamtlichen getragene Vielfalt unbedingt unterstützt werden – gerade in Corona-Zeiten.

Vielleicht braucht es nur da und dort einen Anstoß, ein ermutigendes oder anerkennendes Wort, eine Bitte, damit die Engagierten auch zu anderen Zeiten anpacken.

Ihr Manuel Uder

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 257-259

    Ein großer Wurf – oder im Sprung gehemmt?

    Vor einem halben Jahrhundert ist die Liturgia Horarum erschienen, auf der auch das deutschsprachige Stundenbuch fußt – Zeit für eine kritische Würdigung.

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