Über diese Ausgabe

Editorial

Lebenskunst

  • Plus S. 2

    Bewusst sitzenAlltagsspiritualität

    Wir sitzen vor unserem Computer. Wir sitzen im Büro und erledigen die Telefonanrufe. Wir sitzen im Zug oder im Auto, beim Essen und abends vor dem Fernseher. Manche beklagen sich, dass wir vor lauter Sitzen nicht in Bewegung kommen. Doch das Sitzen hat auch etwas Positives, wenn wir es bewusster vollziehen.

  • Plus S. 3

    LebensfragenForum

    "Mein Neffe tut mit 20 Jahren gar nichts. Er sitzt nur den ganzen Tag vor dem Computer."
    "Wir beten in unserer Gemeinde für einen Mann, der Alkoholiker ist. Er ist durchaus fromm. Aber seine Frömmigkeit hilft ihm nicht, vom Alkohol loszukommen."

  • Gratis S. 4-5

    Mit dem Ohr des HerzensLebensthema

    Der hl. Benedikt beginnt seine Regel mit den Worten: „Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat!“ (RB Prolog 1) Der Mönch soll also wesentlich ein Hörender, ein Horchender sein. Er soll auf das Wort Jesu hören. Bewusstes Hören zeichnet unser Menschsein aus.

Spiritualität

  • Plus S. 6-7

    Wahrheit suchen, das ist allesGeschichten aus den Weltreligionen

    Rabbi Mendel von Kozk hatte seine eigene Art zu beten. Und seine eigene Art zu schweigen: „Manche Erfahrungen kann man durch die Sprache mitteilen, andere – tiefere – durch das Schweigen; es gibt aber auch welche, die man nicht weitergibt, nicht einmal schweigend. Erfahrungen muss man leben, das ist alles. Wer sagt denn, Wahrheit sei dazu geschaffen, um enthüllt zu werden? Man muss sie suchen, das ist alles.“ Und einer seiner Schüler sagte: „Nehmen wir an, die Wahrheit ist in der Melancholie verborgen, soll man sie denn anderswo suchen?“

  • Plus S. 10

    Worum es beim Beten gehtBibel tiefer verstehen

    Einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, erzählte Jesus dieses Beispiel: Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: „Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.“ Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Lk 18,9-14)

  • Plus S. 11

    Gebärde der offenen HändeKleine Gebetsschule

    In Gebärden werden wir eins mit uns selbst. Wenn wir unser Inneres mit unserem Körper ausdrücken, drückt das auch unsere Beziehung zu Gott aus. In den Gebärden bringen wir unsere Gefühle, die wir in uns gegenüber Gott spüren, zum Ausdruck. Wenn ich mich also mit offenen Händen vor Gott stelle, dann halte ich Gott meine ganze Wahrheit hin.

Interview

  • Plus S. 8-9

    Leben ist NeuanfangBegegnungen. Annelie Keil im Gespräch

    Sie hat viele Erfahrungen mit Leid und menschlicher Not. Und ist über all dem zu einer sensiblen Botschafterin der Menschlichkeit geworden. Im Gespräch mit Rudolf Walter erzählt Annelie Keil, warum Leben schwer und zugleich schön ist. Und warum es nur gemeinsam gelingt.

Autoren/-innen