ihre postLeserbriefe

Schmerzhaft

Zum Beitrag „Mein zweites Zuhause“ über die Profanierung einer Kirche (CIG Nr. 29, S.5)

Die Lektüre des Artikels, in dem es um den schmerzhaften Abschied von einem Ort des Glaubens geht, hat mich tief berührt und betroffen gemacht. In packender Empathie und Sensibilität bringt Felix Evers Erfahrungen mit der Kirche und auch die Folgen einer fatalen Entwicklung zur Sprache, die ich in meiner eigenen Biografie verifizieren kann. Danke sehr!

Bischof em. Heinz Josef Algermissen, Fulda

Wirtschaften

Zum Beitrag „Die Sprache, in der Gott das Leben schuf“ (CIG 29, S. 3)

Der Beitrag erwähnt die Gründung der Biotechnologiefirma Genentech, „die bald gentechnisch hergestelltes Insulin für Diabetiker auf den Markt brachte“. Dazu heißt es: „Zum ersten Mal zeigte sich ganz praktisch, wie viel Geld sich mit Gentechnik verdienen ließ“. Das stimmt, aber eine wesentliche Information fehlt: Erstmals war es möglich, Insulin in großen Mengen und zu bezahlbaren Preisen herzustellen – und damit Millionen von Menschen das Leben massiv zu erleichtern, oft sogar ihr Leben zu retten. Wenn ein Erfinder oder ein Unternehmen mit hohem Aufwand und viel Sachverstand ein neues, wertvolles Produkt bereitstellt, ist es fair und gerecht, dass daran angemessen verdient wird.

Innovationen bringen in der Regel Veränderungen wirtschaftlicher Strukturen. Mit Herausforderungen, aber oft auch mit großen Chancen. Diese richtig zu nutzen, gehört wesentlich zu einem Handeln in christlicher Verantwortung! Das erfordert viel Sorgfalt, Umsicht und Sachverstand. Der erhobene Zeigefinger des Papstes in Laudato si‘, der im letzten Abschnitt erwähnt wird, ist dabei nicht sehr hilfreich.

Thomas Michalski, Hildesheim

Energie, religiös

Zum Kommentar „Energiekrise – Energiehunger“ (CIG Nr. 30, S. 2)

Johannes Röser trifft den Nerv der Zeit. Wir müssen damit rechnen, dass wir in Zukunft im Kosmos unvorstellbare Entdeckungen machen werden, die einerseits unser Christsein herausfordern, es aber andererseits auch vertiefen können.

Für die ersten Christen war der Kosmos Zeuge der Wahrheit. Damit wir das zukünftig wieder so sehen können, dafür ist die Wiederentdeckung des kosmischen Christus, der in allem wirkt, entscheidend. Autoren wie Richard Rohr, John Main, Laurence Freeman betonen dies schon seit Jahrzehnten. Sie machen bewusst, dass wir dazu im Alltag eine spirituelle Übung brauchen, die uns immer wieder in den Augenblick führt und uns ins Staunen bringt. Wenn wir auf diese Weise regelmäßig in die Gegenwart eintauchen, öffnen wir uns für die unendliche Energie des kosmischen Christus. Dann haben wir eine reichhaltige Energiezufuhr für die spirituelle Erneuerung der Kirche, die dringend notwendig ist.

Alfred Hirsch, Dillingen / Donau

Die Lähmung der sakralen Energie ist zu einem großen Teil durch das Festhalten an den auch durch Dogmen überhöhten Machtstrukturen und Deutungshoheiten begründet. Genau das führt ja dazu, dass man sich heute in Strukturdebatten verzettelt. Die kirchliche Führung ist im Gefängnis der über Jahrhunderte geschaffenen Strukturen und der eigenen Worte eingesperrt. Ein Ausweg ist nicht abzusehen, solange es sich die römische Kurienblase erlauben kann, ganze Bischofskonferenzen nicht ernst zu nehmen, oder meint, diese zurechtweisen zu müssen. Die religiöse Energie kann meiner Meinung nach durch die Erinnerung an die Ursprünge der Ecclesia gefunden werden, was allerdings voraussetzt, dass man etliches an Struktur und Macht entsorgt. Dazu könnte man ja einfach mal auf das Wirken des Heiligen Geistes vertrauen.

Karl Gather (auf cig.de)

Zurück zu Jesus

Zur Buchbesprechung „Ihm glaube ich Gott“ (CIG Nr. 30, S. 7)

Danke, Gotthard Fuchs, für diese motivierende Buchempfehlung! Bei aller notwendigen Kirchenkritik geht zuweilen der tiefste Grund unseres Glaubens – die Person Jesus und unsere Beziehung zu ihm – verloren. Andreas R. Batlogg gibt da mit seinem Jesusbuch eine wichtige Hilfe.

Veronika Rademacher, Olpe

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