Zur Rückbesinnung auf eine genuine Aufgabe von Seelsorgerinnen und Seelsorgern„Trauernde trösten“

„Trauernde trösten“ gehört in der Tradition der Kirche zu den Werken der Barmherzigkeit. Unschwer kann man in der christlichen Formel das erkennen, was wir heute etwas nüchterner „Trauerbegleitung“ oder „Trauerpastoral“ nennen. Diese geschieht in einem weiten Spektrum an Praxis- und Ausdrucksformen: in traditionellen wie Gottesdiensten, Gebeten, Trauerbesuchen, Gesprächen, Trauerbräuchen oder Gedenksymbolen (z.B. Bilder und Kerzen), aber auch in neueren Formaten wie Trauergruppen, Trauerreisen, körperlichen Übungen, Ratgeberliteratur, persönlichen Grabgestaltungen oder speziellen Therapieformen.

Fazit

Die Trauerpastoral bildet eine Form der diakonischen Pastoral, mit der sich die Kirche für die Menschen dienend verausgabt. Die Vollzugsformen der Trauerpastoral und die diesbezügliche Kompetenz stellen etwas Wertvolles und Notwendiges dar, das die Kirche nicht fahrlässig preisgeben darf. Notwendig ist eine Rückbesinnung darauf, dass die konkrete Ausübung von Tätigkeiten der Trauerpastoral in der unmittelbaren Begegnung mit betroffenen Menschen eine genuine Aufgabe von Seelsorgerinnen und Seelsorgern bildet

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