Sakramentenkatechese in der„rush hour“ des LebensFirmkatechese angesichts Herausforderungen

Bereits vor 25 Jahren konstatierten die deutschen Bischöfe im Dokument „Sakramentenpastoral im Wandel“, dass die Firmung für viele Heranwachsende zum „Abschiedsfest von der Kirche“ geworden ist, insbesondere dort, wo vor dem Hintergrund noch vorhandener volkskirchlicher Strukturen fast alle noch gefirmt wurden, ohne vorher oder nachher einen Bezug zur Gemeinde zu haben. Auch wenn es eine jahrgangsweise Firmung bis heute in manchen Regionen gibt, so sind es inzwischen mindestens zwei Generationen der Kinder und Jugendlichen, die kaum noch in volkskirchlichen Strukturen aufgewachsen sind. Es ist nicht zu leugnen, dass die private Religiosität – nicht nur von Kindern und Jugendlichen – und die kirchlich vermittelte Gestalt von Religion immer weiter auseinandertreten. Dies stellt die Firmkatechese vor neue Herausforderungen.

Fazit

In der Katechese Tätige kommen nicht umhin, differenzierte Formate anzubieten, diese aber immer wieder auch im Blick auf ihre Möglichkeiten zu reflektieren, Beziehungen aufzubauen und Glaubensinhalte zu erarbeiten. Hilfreich wären empirisch belastbare Untersuchungen zu Erleben und Wirkung der Firmkatechese auf die Glaubensentwicklung unter Berücksichtigung der vielfältigen Modelle. Auch die Chancen, Firmkatechese als Arbeit mit jungen Erwachsenen zu verstehen und weniger als weitere Form der Katechese mit Kindern und Jugendlichen, sind kaum ausgelotet. Versteht man dieses Alter als „rush hour“ des Lebens, wäre hier ein Sakrament der Bestärkung im Glauben sinnvoll verortet.

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